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Artikel und Hintergründe zum Thema

ZVEI

Andrea Gillhuber,

China und Spanien mit Zuwächsen

Die Elektro- und Digitalindustrie verzeichnet im März einen Exportrückgang im zweistelligen Prozentbereich. Lediglich die Ausfuhren nach China und Spanien legten zu. Damit liegt das erste Quartal im Minus.

© Mohamed_hassan/Pixabay

Um 10,5 Prozentpunkte auf 20,4 Mrd. Euro gingen die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im März zurück, meldet der ZVEI. Damit steht auch das erste Quartal 2024 insgesamt im Minus: In den ersten drei Monaten wurden elektrotechnische und elektronische Produkte im Wert von 62,3 Mrd. Euro exportiert. Damit lagen die Ausfuhren um 4,3 % unter dem Vorjahreszeitraum.

Auch die Importe nach Deutschland entwickelten sich schwächer als die Exporte, so der Branchenverband. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug im März 13,9 % auf 19,6 Mrd. Euro. »Der diesjährige März war der erste Monat seit einem Jahr, in dem die Ausfuhren wieder höher lagen als die Einfuhren«, ordnet ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann die Situation ein.

Von Januar bis März dieses Jahres kamen die Elektroimporte zusammengenommen auf 62,4 Mrd. Euro, womit sie das Vorjahresniveau um 9,7 % verfehlten. Entsprechend war die Elektro-Außenhandelsbilanz im gesamten ersten Quartal fast ausgeglichen. »In acht der zehn größten Einzelabnehmerländer der deutschen Elektro- und Digitalindustrie waren die Exporte im ersten Quartal 2024 niedriger als ein Jahr zuvor. Zuwächse wurden hier lediglich bei den Lieferungen nach China und Spanien vermeldet«, so Gontermann.

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China größtes Einzelabnehmerland

Im ersten Quartal 2024war weiterhin das China das größte Einzelabnehmerland: Es wurden Elektrogüter im Wert von 6,7 Mrd. Euro dorthin exportiert; ein Zuwachs von 7,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren in die USA, dem zweitgrößten Markt, reduzierten sich im März jedoch um 2,8 % auf 6,1 Mrd. Euro. Platz drei bis fünf gehen im ersten Quartal an Frankreich (-3,1% auf 3,7 Mrd. Euro), die Niederlande (- 7,2 % auf 3,6 Mrd. €) und Italien (- 11,9 % auf 2,8 Mrd. Euro).Ebenfalls rückläufig waren die Exporte ins sechstplatzierte Polen (-7,9 % auf 2,7 Mrd. Euro)und in die dahinter folgenden Länder Österreich (-11,7 % auf 2,5 Mrd. Euro), Tschechien(-5,7 % auf 2,4 Mrd. Euro) und das Vereinigte Königreich (-9,4 % auf 2,4 Mrd. Euro). Die Top 10 der Abnehmerländerliste schließt Spanien mit einem Zuwachs von 2,0 % auf 2,1 Mrd. Euro.

In der Betrachtung nach Kontinenten bzw. Regionen spiegelt sich ebenfalls das Länderranking wider: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen im ersten Quartal 2024 die Ausfuhren nach Europa ging um 6,0 % auf 39,1 Mrd. Euro, jene in die Eurozone um 6,3% auf 20,9 Mrd. Euro zurück.  Die Branchenlieferungen nach Amerika fielen im gleichen Zeitraum um 4,3 % auf 8,1 Mrd. Euro. Hier war der Rücksetzer im Geschäft mit Ländern aus Nordamerika (-2,9 % auf 6,5 Mrd. Euro) jedoch weniger stark ausgeprägt als bei den Lieferungen an Partner aus Lateinamerika (-9,5 % auf 1,6 Mrd. Euro).

»Bei den Elektroausfuhren nach Asien machte sich die Belebung der China-Exporte bemerkbar, die hier allein die Hälfte ausmachen«, so Gontermann. »Dadurch haben sich die Lieferungen in den asiatischen Raum insgesamt minimal vergrößert. Siesummierten sich in den ersten drei Monaten 2024 auf 13,6 Milliarden Euro, was einemgeringen Plus von 0,1 Prozent entspricht.«

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