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Artikel und Hintergründe zum Thema

Eplan Software & Service

Lukas Dehling,

An die Automatisierung andocken

Eplan und Mitsubishi Electric stellten zur SPS IPC Drives eine neue Integrationslösung von Eplan Electric P8 zu Melsoft iQ Works vor. Das Ziel: Das Elektro-Engineering mit der Automatisierung verbinden. Grundlage hierfür ist der AutomationML-Standard.

Maximilian Brandl: „AutomationML ist die Grundlage für die Integration, die mit großer Neutralität und Offenheit zum Datenaustausch den Weg Richtung Industrie 4.0 ebnet.“

© Eplan

Die Suite Melsoft iQ Works bietet Software-Lösungen, die für die Programmierung der Automatisierungsprodukte von Mitsubishi Electric benötigt werden. Mit der neuen Integrationslösung von Eplan Electric P8 lassen sich ab sofort Daten wie beispielsweise symbolische Adressen bidirektional mit der aktuellen Software Suite austauschen. „Das Ergebnis sind valide Schaltpläne inklusive Bus-Verkabelung der SPS-Komponenten untereinander und qualitativ hochwertige Hardware-Konfigurationen“, erläutert Eplan-Geschäftsführer Maximilian Brandl.

Der in Eplan erzeugte Datensatz ist die Basis für den SPS-Hardware-Aufbau (Rack) und die Software-Programmierung. Das Besondere laut Brandl: „Die Daten werden durch den gesamten Prozess der Produktentwicklung als Single Source of Truth weitergereicht. Benötigte Komponentendaten stellt das Eplan Data Portal bereit. Das beschleunigt die Konfiguration von Komponenten und die Entwurfsplanung“. Mit der neuen Kopplung zur aktuellen Eplan-Plattform, Version 2.7, können Anwender in jedem Projektstadium und in jede Richtung Projektdaten austauschen, nachträglich bearbeiten und abgleichen. Die Mehrfacheingabe von Daten entfällt und Eingabefehler werden direkt vermieden. Auch soll sich die Zusammenarbeit zwischen den Konstrukteuren der Elektrotechnik und den Software-Entwicklern vereinfachen. Anwender in der Elektrokonstruktion profitieren von mehreren Vorteilen: Die Belegung der SPS-Baugruppen ist transparent. Baugruppen lassen sich schneller systemunterstützt bearbeiten. Last-minute-Änderungen sind einfacher und durchgängiger umsetzbar.

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AutomationML als Basis

Entscheidend für die Integration ist der AutomationML-Standard: Als herstellerneutrales, standardisiertes und XML-basiertes Datenformat kann er Planungsinformationen bezüglich Anlagentopologie und Struktur, Geometrie sowie Logik abbilden. Zur Darstellung der Struktur- und Topologie-Informationen greift AutomationML auf das bereits international in der IEC 62424/IEC 62714 standardisierte Datenformat CAEX (Computer Aided Engineering Exchange) zurück. Dieses bietet objektorientierte Grundkonzepte, die für die Darstellung von Anlagenstrukturen eingesetzt werden. AutomationML bietet außerdem die Möglichkeit, die Anlagenstruktur, wie beispielsweise den Rackaufbau, weiterzugeben. Das bietet laut Eplan eine lückenlose und gut strukturierte Dokumentation, auch für Instandhaltung und Wartung. Letztlich lassen sich Daten verschiedener Software-Werkzeuge wie beispielsweise Geräte-Informationen zwischen Herstellern und Anwendern austauschen und einfach in die Dokumentation integrieren.

In der iQ-Works Software-Suite sind die Programme GX Works3, MT Works2, GT Works3, RT ToolBox2 und FR Configurator2 zusammengefasst. Die Software-Integration wird durch den Navigator unterstützt, der als grafische Schnittstelle zwischen Anwender und zentraler Systemkonfiguration agiert. Eine weitere Vereinfachung erfolgt durch die projektübergreifende Verwendung von System-Labeln und Parametern. Seit Jahren verbindet die Unternehmen Eplan und Mitsubishi Electric eine strategische Partnerschaft. So ist etwa Eplan Mitglied der e-F@ctory Alliance; Mitsubishi Electric stellt im Gegenzug Daten im Eplan Data Portal bereit.

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