Elektromechanische Bauelemente

Günter Herkommer,

ZVEI prognostiziert knapp 14 % Wachstum

Der deutsche Markt für elektromechanische Bauelemente wird 2010 um knapp 14 % zulegen, so die Erwartung des ZVEI-Fachverbands ‚Electronic Components and Systems‘. Die positiven Prognosen gelten sowohl für Schalter und Geräteschutzsicherungen als auch für Steckverbinder.

Nach dem Umsatzeinbruch mit elektromechanischen Bauelementen von über 26 % im Jahr 2009 auf etwa 2,2 Mrd. Euro rechnen die Experten im laufenden Jahr mit einem Anstieg des Gesamtumsatzes auf 2,5 Mrd. Euro. Gut zwei Drittel des Marktes entfallen hierbei auf Steckverbinder. Dieser Bereich wächst im Jahr 2010 voraussichtlich um 15,5 %. Mit einem Plus von 22 % kommt dem Geschäft mit der Industrieelektronik, welches rund 36 % des Gesamtumsatzes ausmacht, die Treiberrolle zu.

Es folgen die Segmente Consumer Electronics mit prognostizierten 15 % Wachstum und Telekommunikation mit 14 % Wachstum. Lieferungen an die Kfz-Elektronik (33 % des Gesamtumsatzes) werden - insbesondere getrieben vom Export - ein Wachstum von zwölf Prozent erreichen. Für das Geschäft mit der Datentechnik wird ein Plus von zehn Prozent vorhergesagt.

Für Schalter und Geräteschutzsicherungen rechnet der ZVEI mit einem Wachstum von etwas über zehn Prozent. Mit über 53 % Anteil ist die Kfz-Elektronik auch hier dominierendes Abnehmersegment, gefolgt von der Datentechnik mit einem Anteil von 17,6 % und der Industrieelektronik mit 17 %. Die Wachstumstreiber in diesem Segment sind 2010 die Industrieelektronik mit plus 13 % und die Kfz-Elektronik mit plus elf Prozent. Auf acht Prozent wird für 2010 das Umsatzwachstum im Bereich der Datentechnik und jeweils sieben Prozent bei Telekommunikation und den Consumer Electronics geschätzt.

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Die Prognose für 2011

Nach den guten ersten vier Monaten des Jahres 2010 und den deutlich nach oben korrigierten Prognosen gehen die Experten im ZVEI davon aus, dass in einigen Teilsegmenten das Umsatz-Niveau von 2008 bereits im Jahr 2012 wieder erreicht werden kann. „Vorausgesetzt der Konjunktur-Aufschwung ist nachhaltig, wird für elektromechanische Bauelemente auf dem Inlandsmarkt auch im kommenden Jahr 2011 ein Wachstum von etwa sieben Prozent als realistisch eingeschätzt", prognostiziert Fachgruppenleiter Rüdiger Prill.

Impulse erwartet er von der steigenden Investitionsbereitschaft im Maschinenbau sowie von der Automobilelektronik, da neue Automodelle in der Regel mit mehr elektronischen Funktionen ausgestattet werden als die Vorgänger. Durch einen deutlichen Qualitätsvorsprung und erweiterte Wertschöpfung will die Branche die zunehmende Lieferung von Gebrauchsgegenständen aus Fernost kompensieren.

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