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Artikel und Hintergründe zum Thema

Rittal auf der SPS 2023

Inka Krischke,

Vom Stromsparen zur Energiewende

Die ‚All Electric Society‘ bringt Umbrüche für die Stromnetze und das gesamte Energiesystem. Rittal, Eplan, Cideon und GEC diskutieren mit Besuchern, wie sich die Industrie Chancen eröffnet – von Stromerzeugung über Stromverteilung bis zum Management der Energieströme.

Die neuen ‚Blue e+‘-Filterlüfter übermitteln Daten via Rittal IoT Interface, geben Temperatur-Alarm und Prognosen zum Filterwechsel.

© Rittal

»Das universelle Handlungsprinzip ist die Industrialisierung gesamter Prozessketten mit durchgängigen Daten und abgestimmter Soft- und Hardware«, sagt Raphael Görner, Leiter des Geschäftsbereichs Energy & Power Solutions bei Rittal. Das zeige sich zum Beispiel bei den Energienetzen, wo trotz knapper Fachkräfte Tempo beim Aufbau neuer Infrastruktur gefragt sei. Welche Rolle digitale Zwillinge dabei spielen, erörtern Rittal und Eplan live von der Messe im Online Talk ‚Energy Flash‘. Die konkrete Umsetzung sehen Messebesucher am Beispiel einer Trafostation, denn Umspannwerke und Trafostationen benötigen die Netzbetreiber in großer Zahl, um Strom effizient an die Endverbraucher zu verteilen. Dazu bietet Eplan ein Industrie-Projekt als normgerechter Standard inklusive branchentypischer Betriebsmittelliste. Bei Bedarf muss nur noch individualisiert werden. So entsteht schon im Engineering mehr Tempo durch Standardisierung.

Die produzierende Industrie muss auch eine Energieeffizienzwende in ihren Unternehmen einleiten, denn sie verbrauchen fast 45 % des Stroms in Deutschland. Dies erfordert erstens hohe Konsequenz beim Einsatz energiesparender Technologien und zweitens die Neuorganisation der Fertigungsprozesse als Smart Production, um sie auch nach Energie-Aspekten zu managen. »Bei der Infrastruktur wollen wir unsere Kunden insbesondere im Bereich Klimatisierung für Schaltschränke, Maschinen, IT-Lösungen und Energiespeicher unterstützen«, sagt Lars Platzhoff, Leiter des Geschäftsbereichs Cooling Solutions bei Rittal: Energiesparende Kühltechnik sei die Grundlage, aber auch Planung, Konfiguration, Austausch und Betrieb müssen vereinfacht werden, um die Technologien in die Breite zu bringen. Folglich setzt Rittal sowohl auf den Ausbau der ‚Blue e+‘-Kühltechnologie mit bis zu 75 % Energieersparnis als auch auf Beratung und Services wie Effizienz-Analysen oder ROI-Berechnungen.

Eine Neuheit zur Messe ist die Software ‚RiTherm‘: Das nun in der Eplan Cloud aufgesetzte Tool unterstützt Kunden bei der Klimatisierungs-Planung von Steuerungs- und Schaltanlagen inklusive Entwärmungsnachweis und CO2 Footprint. Und auch scheinbar simple Technik macht Rittal jetzt smart: So liefern etwa die neuen ‚Blue e+‘-Filterlüfter Daten über das Rittal IoT Interface und geben Temperaturalarm. Großes Entwicklungspotenzial bestehe auch im Bereich der IT-Kühlung, da bei steigender Leistungsdichte in Rechenzentren direkte Flüssigkeitskühlung eine immer größere Rolle spielen werde, auch weil sie die Wärmerückgewinnung erleichtere.

Halle 3C Stand 301

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