Lapp-Gruppe
Kabel für die erneuerbaren Energien
Die erneuerbaren Energien entwickeln sich für die Lapp-Gruppe zu einer wichtigen Absatzbranche: Seit 2001 haben die Stuttgarter den Anteil dieses Geschäftsbereiches von 0 auf 10 % des Gesamtumsatzes hochgeschraubt.
Dieser Trend soll sich weiter fortsetzen - entgegen dem allgemeinen Umsatzrückgang um rund 35-40 % in der Lapp-Gruppe steigt der Umsatz mit den erneuerbaren Energien.
Allerdings stellen Absatzmärkte wie Windkraft, Solarenergie und Biogas neue Anforderung an die Kabel und Steckverbinder. So sind in Windkraftanlagen für die elektrische Verbindung des feststehenden Turms und der sich nach dem Wind drehende Gondel torsionsfeste Kabel gefragt. Für diesen Zweck hat Lapp das Kabel Ölflex Torsion im Windenergie-Programm. Das neueste Produkt für die Windenergie ist Ölflex Fortis. Es ist witterungsbeständig und für Temperaturen zwischen -55 und + 105°C ausgelegt. Das Kabel erfüllt die neue UL 6140 Outline sowie die UL-2277 für WTTC (Wind Turbine Tray Cable).
Die Forderungen der Solarbranche an die Kabel sind UV-Beständigkeit, Witterungs- und Temperaturbeständigkeit sowie die Erdverlegbarkeit. Dafür hat Lapp das Ölflex Solar-Programm aufgebaut. Eine Neuerung in diesem Bereich ist das elektronenstrahl-vernetzte Ölflex Solar XLR. Es wird in der Produktion mit Elektronen beschossen, dabei werden die Moleküle dazu gebracht, sich untereinander zu vernetzen. Dadurch ist das Kabel höher thermisch belastbar (-40 bis +120°C) als das Standard Kabel Ölflex Solar XLS, das bis +100°C belastbar ist.
Trotz sinkendem Unternehmens-Umsatz möchte Siegbert Lapp, Vostand der Lapp-Gruppe, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung konstant halten und in den nächsten Jahren sogar den Anteil von 2,5 % auf 4 % des Umsatzes steigern. Zentrale der Forschung und Entwicklung der Lapp-Gruppe ist seit einem Jahr die neue Denkerschmiede mit Sitz im schweizerischen Cham. Während sich die Ingenieure in den weltweiten Labors um die Weiterentwicklung von bestehenden Produkten kümmern, geht es bei den Wissenschaftlern in Cham vor allem um die Erforschung von neuen Leiter- und Mantelmaterialien. Erstes Ergebnis der schweizer Entwicklungsaktivitäten ist der Einsatz von RFID-Tags in Kabeln und Steckverbindern










