Igus
Grüner Strom aus historischen Windmühlen
Vor 3.000 Jahren trieben traditionelle Segelwindmühlen Wasserräder an, künftig sollen sie grünen Strom produzieren, umgebaut von Studierenden der HTWG Hochschule Konstanz. Unterstützung erfährt das Projekt ‚Sailwind 4‘ durch Igus.
Im Zuge der globalen Energiewende entstehen weltweit Windkraftanlagen. Doch nicht überall ist Platz für sie. Gleichzeitig macht auch der Naturschutz Projekten oft einen Strich durch die Rechnung. Studierende der HTWG Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung wollen daher auf kleine Windmühlen setzen, um grünen Strom zu erzeugen. In ihrem Projekt ‚Sailwind 4‘ planen die Nachwuchsingenieure, eine griechische Segelwindmühle nachzubauen, die älteste bekannte Vorrichtung zur Nutzung von Windenergie – heute Kulturgut im Mittelmeerraum von Portugal bis Frankreich.
Trieben die Mühlen vor 3.000 Jahren Wasserräder für den Getreideanbau an, sollen sie in Zukunft mit einem Generator grünen Strom erzeugen. Der Vorteil: Tausende Mühlen sind bereits vorhanden und können als Mini-Kraftwerke für grünen Strom nachgerüstet werden.
Igus zeigt sich vom kompakten Windkraftwerk begeistert. »Wir haben das Ziel, bis 2025 mit Gebäuden und Produktion CO2-neutral zu sein, denken aber gleichzeitig auch über die Unternehmensgrenzen hinaus. Daher unterstützen wir das Projekt Sailwind 4 mit 10.000 Euro und stellen den Studierenden für den Bau der neuartigen Windmühlen kostenlose Bauteile zur Verfügung«, sagt Tobias Vogel, Geschäftsführer Gleitlager und Lineartechnik bei Igus.
Läuft alles nach Plan, starten die Studierenden im Oktober mit dem Bau der ersten Windmühle. Optisch wird sie die typischen Charakteristika des historischen Vorbilds behalten: den zylindrischen Mühlenkörper und die spitz zulaufende Dachkonstruktion. Ebenfalls die Flügelstangen, die auf der rotierenden Hauptwelle liegen. Die Ingenieure werden an ihnen allerdings High-Tech-Segel befestigen und die Welle mit einem Stromgenerator verbinden. Bei einer Windstärke von 14 m/s soll die Windmühle dann 5 kWp Strom erzeugen können – genug, um ein Restaurant, Hotel oder Kleinbetrieb zu versorgen. Hier ließe sich die Kleinwindanlage auch mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher kombinieren. »Wir haben uns die mechatronische Aufgabe gestellt, den Betrieb der Segelwindmühle vollständig zu automatisieren, wie bei großen Windkraftanlagen«, erklärt Prof. Dieter Schwechten, der Sailwind 4 gemeinsam mit Prof. Ditmar Ihlenburg initiierte. Bei dieser Automation kommen die Komponenten von Igus ins Spiel, zum Beispiel Linearführungen für das motorisierte Trimmen der Segel, dazu eine Drehkranzlagerung für den Rotor und Gleitlager aus Hochleistungskunststoff.










