Elektromobilität

Thomas Günnel,

Forschungsprojekt „E3Car“ gestartet

Unter Projektleitung von Infineon Technologies ist das europaweit größte Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung von Elektrofahrzeugen angelaufen. Im Projekt E3Car (Energy Efficient Electrical Car) arbeiten 33 Unternehmen der Automobilbranche und Forschungseinrichtungen aus insgesamt elf Staaten daran, Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb um etwa 35 Prozent effizienter zu machen.

© Infineon Technologies AG

Bis Ende des Jahres 2011 will Europa im Rahmen des E3Car-Projektes neuartige elektronische Komponenten erforschen, die für den Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen eine zentrale Rolle spielen. Im Fokus stehen vor allem Halbleiterkomponenten und Leistungsmodule, die im elektrischen Fahrzeug die Energiezufuhr und Energieverteilung regeln. Ziel ist es, entweder die Reichweite von Elektrofahrzeugen bei unveränderter Größe der Batterieeinheit um etwa 35 Prozent zu steigern oder die Batterieeinheit bei gleichbleibender Fahrstrecke um etwa 35 Prozent kompakter und leichter zu gestalten.

Das Gesamtbudget für das dreijährige E3Car-Projekt beläuft sich auf rund 44 Millionen Euro, die zur Hälfte von den 33 Partnern aus Industrie und Forschung erbracht werden. Die zweite Hälfte wird von der Organisation ENIAC (European Nanoelectronics Initiative Advisory Council) und elf Förderorganisationen aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Spanien und der Tschechischen Republik übernommen. Einer der größten Geldgeber ist das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Ergebnisse des E3Car-Projektes sollen dazu beitragen, Europa zum weltweit führenden Standort für die Weiterentwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen zu machen.

Die deutsche Bundesregierung verfolgt in Sachen Elektromobilität eine langfristige Strategie. Dazu hat das Bundeskabinett am 19. August 2009 einen „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" beschlossen. Der Plan koordiniert erstmals alle Maßnahmen - von der Ausbildung und dem Kompetenzaufbau an Hochschulen, über die Batterieentwicklung, die Netzintegration, das Energiemanagement bis hin zur Marktvorbereitung.

Damit soll sicher gestellt werden, dass das Gesamtkonzept der Elektromobilität - von der Grundlagenforschung bis hin zu neuen Geschäftsmodellen - in Deutschland umgesetzt wird, die Wertschöpfung in Deutschland erfolgt und zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen werden. Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren.

Insgesamt fördert die Bundesregierung die Elektromobilität mit 700 Millionen Euro, 500 Millionen stammen aus dem Konjunkturpaket II.

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