Wendeschütze von Phoenix Contact

Meinrad Happacher,

Die nächsten Entwicklungsschritte des "4 in 1"-Schütz

Die „4 in 1“-Wendeschütze von Phoenix Contact hatten auf der Hannover Messe Premiere. Die weiteren Pläne mit diesen Geräten erläuterte Christoph Leifer, Leiter der Business Unit Interface auf der SPS/IPC/Drives.

Herr Leifer, Sie haben zur Hannover Messe das „4 in 1“-Wendeschütz vorgestellt. Konkret in Stückzahlen ausgedrückt, wie wird das neue Gerät angenommen?

 

Leifer: Die Resonanz auf die Markteinführung war ausgesprochen positiv. Bis dato existiert einfach keine andere Lösung, die eine hohe funktionale Integrationsdichte mit einer deutlich verlängerten Gerätelebensdauer kombiniert. Daher ist das Wendeschütz insbesondere für den Maschinenbau interessant. So haben wir in nur sechs Monaten Geräte im fünfstelligen Bereich verkauft. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass unser internationaler Vertrieb mit mehr als 40 Tochtergesellschaften erst jetzt mit der Markteinführung beginnt, hat das „4 in 1“-Wendeschütz das Potenzial für einen „Million Seller“.

 

Christoph Leifer zeigt das Innenleben des Wendeschützes: Die Kombination aus klassischer Relais- und moderner Halbleiter-Technologie führt zu einer Erhöhung der Lebensdauer um das 10-fache.

Das Gerät ist ja lediglich der Grundstock einer geplanten neuen Gerätereihe. Welche Geräte-Varianten sind schon konkret in Planung?

 

Leifer: Das „4 in 1“-Wendeschütz ist das Zugpferd aus der Geräteserie Contactron. Das Programm umfasst bereits heute Halbleiterschütze zum Schalten von Verbrauchern im 1- und 3-Phasen-Netz sowie dreiphasige Halbleiterwendeschütze zum Schalten und Reversieren von Motoren bis 18,5 kW. Mit diesem Portfolio können etwa 85 Prozent der Antriebe in allen Branchen bedient werden. Darüber hinaus sind weitere Geräte wie ein „4 in 1“-Wendeschütz für größere Leistungen sowie ein „3 in 1“-Gerät ohne Reversieren geplant, um das gesamte Marktspektrum von einfachen Start/Stop-Funktionen bis zu höheren Leistungen abzudecken.

 

Welche weiteren Erkenntnisse haben Sie während der Markteinführung gesammelt?

 

Leifer: Die Effizienzsteigerung im Produktionsprozess geht mit einem stetig wachsenden Automatisierungsgrad einher, der zu einer Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit führt. Um Stillstandszeiten zu minimieren, müssen allerdings auch kleine Anlagenteile dezentral überwacht werden. Hierfür eignet sich der Motor bestens. Nutzt man ihn als „Sensor“ für die Anlage, wird nicht nur die Motorfunktion überwacht, sondern die gesamte Anlage. Wir arbeiten bereits an einem solchen System, das wir in näherer Zukunft vorstellen werden.

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