Lapp-Gruppe

Jan Bihn,

Abschluss mit Gewinn

Nach den jetzt veröffentlichten Zahlen stürzte der Umsatz des Kabelherstellers Lapp im Geschäftsjahr 08/09 um 37 % gegenüber dem Vorjahr auf 508 Mio. Euro ab. Trotzdem konnte Lapp den Gewinn im positiven Bereich halten.

Nach einem dramatischen Umsatzeinbruch im 1. Halbjahr 2009 stabilisierten sich die Umsätze wieder, erklärte Andreas Lapp, Vorsitzender der Lapp Holding. Aber: „Von einer wirklich durchgreifenden Erholung wagen wir noch nicht zu sprechen.“

Das im September 2009 abgeschlossene Geschäftsjahr  08/09 bescherrte Lapp rund 300 Mio. Euro Minus beim Umsatz. Dieses Minus enthält rund 80 Mio. Euro resultierend aus Kupferpreisschwankungen und Restrukturierungskosten in Höhe von mehreren Millionen. Durch früh eingeleitetete Kostensenkungen konnte der Konzern den Umsatzrückgang jedoch abfedern, so dass unter dem Strich noch ein Gewinn von 10 Mio. Euro steht.

Der Lapp-Konzern reduzierte die Zahl der Mitarbeiter weltweit von 3000 auf 2600; in Deutschland fielen rund 100 Stellen weg. Bereits im Herbst 2008 reagierte die Gruppe auf die ersten Anzeichen der Krise und entwicklelte Szenarien für mögliche Umsatzeinbrüche; zunächst wurden die Werksferien verlängert und ab Februar 2009 Kurzarbeit an den deutschen Standorten eingeführt. Als erste Impulse auf eine Erholung hindeuteten, beendete das Unternehmen die Kurzarbeit im September 2009 früher als ursprünglich geplant.

Bezogen auf die gesamten Einsparungen setzten die Einschnitte beim Personal aber nur 30 % frei. Bei den Sachkosten sparte die Lapp-Gruppe den größeren Anteil von 70 % ein; dafür baute sie ihr Vorratsvermögen um einen zweistelligen Millionen-Betrag ab.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Der Konzern geht davon aus, dass eine Erholung der Weltkonjunktur eintreten wird. Seit Herbst vergangenen Jahres verzeichne die Gruppe wieder eine stabile Auftragslage, darunter auch zahlreiche Großaufträge, so Andreas Lapp, Vorsitzender der Lapp Holding. Für das laufende Geschäftsjahr 09/10 plant das Unternehmen dennoch sehr vorsichtig und rechnet nicht mit einer Umsatzsteigerung.

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