Bildverarbeitung
Vision-Forscher erhält Leibniz-Preis
Für seine Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Bildverarbeitung erhält Joachim Weickert den mit 2,5 Mio. Euro dotierten Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis. Der Leibniz-Preis ist die höchstdotierte Auszeichnung, die in Deutschland regelmäßig an Wissenschaftler vergeben wird.
Joachim Weickert, Professor für Mathematik und Informatik an der Universität des Saarlandes, erforscht die mathematischen Grundlagen für Bildgebungsverfahren und für das maschinelle Verstehen von Bildern. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie sich Informationen aus unscharfen Bildern oder verrauschten Videos herausfiltern lassen. Auch entwickelt er theoretische Verfahren dafür, dass Computer auf Videos etwas erkennen können, etwa ein Gesicht oder die Bewegungen eines Menschen.
Darüber hinaus forscht der 44-jährige Professor daran, wie die Datenmengen von Bildern und Videos besser komprimiert werden können und dabei keine wesentlichen Bildinformationen verloren gehen. Die von Weickert entwickelten Algorithmen finden Anwendung in der industriellen und medizinischen Bildverarbeitung sowie im Bereich Automotive.
Der Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich vergeben und gilt als die angesehenste Auszeichnung für Forscherinnen und Forscher in Deutschland. Der Preis bringt neben dem hohen Renommee auch ein bedeutendes Preisgeld von 2,5 Millionen Euro ein - und die Freiheit, diese Summe in einem Zeitraum von bis zu sieben Jahren nach eigenen Vorstellungen für wissenschaftliche Arbeiten zu verwenden.










