Bildverarbeitung

Inka Krischke,

Vision feiert 25jähriges

Rund 360 Aussteller und über 7000 Besucher erwartet die Messe Stuttgart zum silbernen Jubiläum der Vision vom 6. bis 8. November. Erstmals findet die Bildverarbeitungsmesse in Halle 1 und damit der größten Halle des Geländes statt.

© Messe Stuttgart

Ein umfangreiches Rahmenprogramm gehört seit jeher zur Vision. In diesem Jahr feiern die 'VDMA Technologietage' Premiere: Unter dem Motto 'Forschung trifft Industrie' gewähren Forschungsinstitute aus verschiedenen Ländern den Besuchern Einblick in die Arbeitsschwerpunkte ihrer Einrichtungen im Bereich industrieller Bildverarbeitung. Gezeigt werden Forschungsprojekte mit hohem Anwendungs- und Marktpotenzial. Dabei geht es ebenso um neuartige 3D-Technologien wie um innovative Methoden zur Objektklassifizierung oder ultraschnelle Bildverarbeitungsalgorithmen. Die Sonderschau findet im Foyer vor dem Haupteingang zur Halle 1 statt (Stand E142, Eingang Ost). In der integrierten Innovation Lounge halten Vertreter der ausstellenden Institute Vorträge in deutscher und englischer Sprache.

Die bereits aus den Vorjahren bekannte 'Integration Area' richtet sich an den Endanwender. Hier, im Eingangsbereich der Halle 1, zeigen ausschließlich Systemanbieter und -integratoren ihre Applikationen – etwa moderne Konzepte zur Druckbild-Inspektion oder BV-Lösungen für die automatisierte Zählung chaotisch gelagerter Produkte in Bewegung.

Eine weitere Sonderschau – ebenfalls direkt am Eingang von Halle 1 situiert (Stand 1A23) – widmet sich den interna­tionalen Bildverarbeitungsstandards CameraLink, CoaXPress, CameraLink HS, GigE-Vision und USB 3. Unter dem Motto 'Standards zum Anfassen' präsentiert die Sonderschau konkrete Applikationen und ermöglicht das direkte Gespräch mit den Entwicklern, damit Anwender das richtige Produkt mit der optimalen Datenschnittstelle für eine gegebene Applika­tion finden können. Veranstalter sind die Automated Imaging Association (AIA), die European Machine Vision Association (EMVA) und die Japan Industrial Imaging Association (JIIA).

Bereits seit 1997 fester Bestandteil der Vision sind die 'Industrial Vision Days'. Hier stellen Referenten aus Forschung und Industrie in rund 40 Vorträgen neueste Entwicklungen sowie Applikationen für unterschiedlichste BV-Anwendungen vor. Der Fachbereich Industrielle Bildverarbeitung des VDMA organisiert das Forum und erwartet in diesem Jahr rund 3000 Besucher. Hier geht es unter anderem um die Weiterentwicklungen der CMOS-Technologie, aktuelle Lösungen für dreidimensionales Sehen sowie die Entwicklung bei digitalen Schnittstellen.

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Die Technologie-Trends

Auch im Ausstellungsbereich führt an diesen Themen kein Weg vorbei. So setzt sich die CMOS-Technologie als Kern vieler Kamerasysteme immer stärker durch – vor allem dort, wo es um große Bildaufnahmegeschwindigkeiten und hohe Auflösungen geht. Sensoren mit Global-Shutter-Funktion und Mikrolinsen gelten dabei als Pioniertechnologie, da sie das Sensorbild mit einem Mal auslesen und nicht zeilenbasiert vorgehen. Beispiele hierfür zeigt etwa die Firma ON Semiconductor Belgium mit einer neuen CMOS-Sensorfamilie, die bis zu 25 Megapixel Auflösung bietet. Auch Viimagic stellt eine neue CMOS-Bildsensor-Generation mit voller HDTV-Auflösung und globalem Shutter sowie vereinfachter Ansteuerung des Sensors vor. Ein sehr schneller optischer Zeilensensor kommt von CSEM Centre Suisse d‘Electronique et de Microtechnique: Er kann gleichzeitig und in einem einzigen Belichtungsvorgang weiße, rote, grüne und blaue Zeilen mit bis zu 200 000 Bildern pro Sekunde erfassen.

Viele Kamerahersteller sind bereits auf den CMOS-Zug aufgesprungen. So stellt zum Beispiel Teledyne Dalsa eine Kamera-Serie mit bis zu 12 Megapixel-CMOS-Technologie der nächsten Generation vor, einschließlich Global-Shutter. Fastec­Imaging hat eine neue Handheld-Highspeed-Kamerareihe im Portfolio, die bei einer Auflösung von 1280 × 1024 Pixeln über 500 Bilder pro Sekunde liefert.

Immer kleinere Pixel und größere Bildsensorflächen sowie anwachsende Bildraten fordern höhere Geschwindigkeiten bei der Übertragung der Bilddatenmenge von der Kamera zum Computer. Im Brennpunkt der Vision stehen daher die beiden Hochgeschwindigkeitsstandards CoaXPress und CameraLink HS, daneben aber auch GigE-Vision, Dual-GigE-Vision und USB 3.0. Passend zur Vision soll das erste Release des Standards USB3 Vision fertig werden. Damit einhergehend werden die ersten auf diesem Standard basierenden Produkte zu sehen sein – etwa von Firmen wie Matrix Vision, Basler und Ximea.

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