Industrielle Bildverarbeitung
Vision 2011 profitiert vom Umsatz-Boom
Die boomende Bildverarbeitungsbranche beschert der Fachmesse Vision 2011 vom 8. bis 10. November erneut ein Plus. Und das, obwohl die Fachmesse schon 2010 ein Rekordergebnis erzielt hat: Nach 323 Ausstellern und 6752 Besuchern im vergangenen Jahr erwartet die Messe Stuttgart als Veranstalter der Vision 2011 mehr als 340 Aussteller und über 7000 Besucher.
Thomas Walter, Landesmesse Stuttgart: "25 Prozent der Vision-Besucher bezeichnen sich als Endanwender, und 23 Prozent suchen nach schlüsselfertigen Bildverarbeitungssystemen."
© Landesmesse StuttgartDie deutsche Bildverarbeitungsbranche hat ihren Umsatzeinbruch auf 955 Mio. Euro im Krisenjahr 2009 längst wieder wettgemacht: Schon im Jahr danach erzielte sie dem VDMA zufolge 32 Prozent mehr Gesamtumsatz, nämlich 1,260 Milliarden Euro. Damit übertraf die BV-Branche sogar ihr bisheriges Rekord-Umsatzniveau von 1,206 Mrd. Euro im Jahr 2008. "Wir haben absolut nicht damit gerechnet, dass wir das Umsatzniveau von 2008 schon 2010 wieder erreichen, ja sogar übertreffen können", betonte Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender der VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung. "32 Prozent - das ist die höchste Wachstumsrate, die wir jemals in unserer Bildverarbeitungsstatistik verzeichnet haben."
Das stürmische Wachstum wirkt sich natürlich auch auf die Vision als jährlicher Branchentreff aus: Die Veranstalter von der Messe Stuttgart erwarten über 340 Aussteller aus rund 30 Ländern, darunter Japan, Kanada und die USA. Auf 21.000 m² Bruttofläche werden die Aussteller Kameras, Vision-Sensoren, Framegrabber, Softwaretools, Beleuchtungssysteme, Objektive, Zubehör-Elemente sowie Komplettysteme, Anwendungslösungen und Dienstleitungen präsentieren. "Wenn der Erfolg der Vision weiterhin anhält, lässt sich jetzt schon absehen, dass die Messe aus den Hallen 4 und 6 herauswächst und ab 2012 dann in der größeren Halle 1 stattfindet, "das Schmuckstück des Stuttgarter Messegeländes", betonte Thomas Walter, Bereichsleiter Industrie & Technologie der Messe Stuttgart. Die Halle 1 verfügt über eine Bruttoausstellungsfläche von 26.800 m², davon 5900 m² auf einer Galerie, während die Hallen 4 und 6 jeweils 10.500 m² bieten.

Fachmesse für Bildverarbeitung
Vision 2011: Bildverarbeitung auf Innovationskurs
Gut gelaunt und optimistisch präsentiert sich die Bildverarbeitungsbranche noch bis zum 10. November auf der Vision in Stuttgart. Laut VDMA hat sie auch allen Grund dazu: 1,5 Milliarden Euro Umsatz in 2011 erwartet Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender Industrielle Bildverarbeitung. Impressionen vom Bildverarbeitungs-Event und Innovationen, zum Beispiel zu ersten Kamerasystemen mit USB3.0-Interface, Ethercat-Schnittstellen oder schnellen 3D-Zeilensensenoren haben wir in einer Bilderstrecke zusammengefasst.
Sonder-Ausstellungsbereiche und Rahmenprogramm
Auch in diesem Jahr wartet die Vision mit einem umfangreichen Rahmenprogramm auf. Erstmals findet die Sonderschau "Medical Discovery Tour" zum Thema Medizintechnik statt, eine Art Medizintechnik-Parcours: Messestände, die dazu Produkte, Applikationen oder Dienstleistungen anbieten, werden mit einem bestimmten Logo gekennzeichnet, so dass Besucher sich schnell orientieren können. Zudem wird es innerhalb der Vortragsreihe "Industrial Vision Days explizit Vorträge zu diesem Themenschwerpunkt geben. "Aufgrund von Besucher- und Aussteller-Befragungen hat sich herauskristallisiert, dass das Interesse am Thema Bildverarbeitung in der Medizintechnik zunimmt", erläuterte Walter. Die Aussteller schätzen mittlerweile die Medizintechnik als fünftwichtigste Besucherbranche und von den Besuchern ordnen sich bereits acht Prozent diesem Bereich zu.
Wieder mit von der Partie sind in diesem Jahr die "Integration Area" und der "Application Park". "Beides sind Antworten auf die Bedürfnisse des Marktes, denn unter den Messebesuchern haben die Endanwender in den vergangenen Jahren zugenommen", führte Walter aus. "25 Prozent der Vision-Besucher bezeichnen sich als Endanwender und 23 Prozent suchen nach schlüsselfertigen Bildverarbeitungssystemen." Als thematisch klar abgegrenzter Bereich ist die "Integration Area" in Halle 4 Systemintegratoren und Lösungsanbietern vorbehalten, die dort ihre Kompetenz zeigen können. Am "Application Park" in Halle 4 beteiligen sich mehr als 30 Partnerfirmen, die gemeinsam das komplexe Zusammenspiel von Bildverarbeitung, Handhabungstechnik und Automatisierung aufzeigen. Auf über 200 m² findet Qualitätssicherung wie im Produktionsalltag statt. Besucher können verfolgen, wie Playmobil-Figuren auf Herz und Nieren geprüft werden. In elf modularen Prüf- und Bearbeitungszellen finden unter anderem Farberkennung, Inspektion auf Kratzer und geometrische Vermessung statt. Am Ende übergibt ein Roboter die verpackte Playmobil-Figur an Besucher.
Der von der VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung organisierte Kongress "Industrial Vision Days" deckt ein breites Themenspektrum ab - vom Parallel-Computing in der Bildverarbeitung über den Einsatz von 3D-Bildverarbeitungssystemen bis hin zu neuen Datenschnittstellen. Am zweiten Messetag findet ein Experten-Panel zum Thema "The future of machine vision. Going embedded" statt.Auch die Grundlagenseminare der Vision-Academy gehören zum Rahmenprogramm der Vision. An allen Messetagen werden jeweils vier Seminare gehalten, die technisches Know-how für Newcomer in der Bildverarbeitung, für Endanwender aus der Produktion sowie für Systemhäuser und Maschinenbauer vermitteln. Ausländische Unternehmen, die zum ersten Mal an der Vision teilnehmen wollen, finden im "International Pavilion" in Halle 6 ein Forum, sich zu präsentieren. Auch in diesem Jahr erwarten die Veranstalter wieder rund zehn Newcomer-Aussteller aus dem Ausland. Mit der 2010 erstmals arrangierten Initiative soll der internationale Charakter der Vision weiter gestärkt werden. Die Sonderschau "Internationale Bildverarbeitungsstandards" in Halle 6 zeigt konkrete Applikationen und ermöglicht das direkte Gespräch mit den Entwicklern.











