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Artikel und Hintergründe zum Thema

Machine Vision

Inka Krischke,

Hat USB 3 eine Zukunft in der Bildverarbeitung?

Kameras mit Ethernet-Schnittstelle machten 2014 die Hälfte des weltweiten Umsatzes mit Kameras für Machine-Vision-Anwendungen aus, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens IHS. Überraschend dabei: USB-3-Kameras spielen kaum eine Rolle.

Die Nachfrage nach Kameras mit industriellen Ethernet-Schnittstellen wie Profinet, Ethernet/IP oder Ethercat steigt.

© Messe Stuttgart

Die nächstgrößeren Umsätze entfielen der Studie zufolge auf Kameras mit den Schnittstellen Cameralink und Cameralink HS, die zusammen knapp 18,9 % ausmachen. USB (USB 2 und USB 3 kombiniert) folgt mit 15,7 %. Ungeachtet der Werbung seitens der Hersteller und dem angenommenen Marktwachstum von USB-3-Kameras prognostizieren die Marktforscher nun, dass bis 2019 nur ein Viertel der USB-Umsätze auf USB-3-Kameras entfallen werde. USB-Kamera-Umsätze sollen zu diesem Zeitpunkt insgesamt nur 16,3 % vom Gesamtumsatz ausmachen.

Die Marktforscher schlussfolgern, dass Anwender nur dann motiviert sind, einen Upgrade auf USB 3 vorzunehmen, wenn eine höhere Geschwindigkeit für ihre Anwendung nötig ist. Theroretisch steigt die Datenrate mit USB 3 von 500 Mbit/s auf 5Gbit/s. Faktoren, die eher für USB 2 als für USB 3 sprechen, seien die höhere Kabellänge, der niedrigere Energieverbrauch sowie die Fülle an USB-2-Geräten und Computern mit USB-2-Schnittstelle.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass einige Hersteller zunehmend Anfragen zu Kameras mit Schnittstellen zu generellen industriellen Kommunikationstechnologien erhalten, zum Beispiel zu Profinet, Ethernet/IP und Ethercat. Die Marktforscher schließen daraus, dass Anwender Machine Vision zunehmend als integralen Teil ihrer Automatisierungssysteme betrachten und weniger als Add-on-Tool für die Inspektion.

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