Bildverarbeitung
Allied-Mutter kauft 3D-Spezialisten
Die Augusta AG, Mutter des Kameraherstellers Allied Vision Technologies, möchte mit dem kanadischen Unternehmen LMI Technologies einen Anbieter von 3D-Vision-Systemen übernehmen. Damit erschließt sich die Firmengruppe diesen Anwendungsbereich.
Erst kürzlich schlug Augusta Technologie mit Sitz in München beim Osnabrücker Nahinfrarot-Spezialisten Vosskühler zu. Nun streckt das Unternehmen seine Fühler weiter aus. Nämlich bis nach Kanada, wo der Technologiekonzern die Übernahme von LMI Technologies Inc. für 30 Mio. US-Dollar vereinbart hat. Der Abschluss soll in den nächsten Wochen erfolgen, wobei der Zukauf vorwiegend aus Fremdmitteln finaziert werden soll.
Wie Amnon Harman, Vorstandsvorsitzender der Augusta Technologie AG, erklärt, öffnet LMI für Augusta „die Tür zum stark wachsenden 3D-Markt“ – einem Markt "für den Branchenexperten mit einem nachhaltigen Wachstum von über 20 % pro Jahr“ rechneten.
LMI Technologies liefert 3D-Lösungen auf Basis von Laser-Triangulation für klassische Industrieanwendungen, wie die Holzverarbeitung, Glasinspektion und die Reifenherstellung aber auch für den Straßenbau und die Landwirtschaft. In den letzten zwölf Monaten hat das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 20 Mio. US-Dollar erwirtschaftet. Die Gewinnmarge lag bei 20 %.
Terry Arden bleibt Geschäftsführer der LMI Technologies Inc.. Im Zukauf sähe er Gewinne für beide Unternehmen, „weil sich für beide Seiten attraktive Synergien ergeben.“ Im Vertrieb seien das „Cross-Selling-Potenziale“, bei den Technologiethemen wie Bildqualität, -auflösung oder -verarbeitung könne man gegenseitig voneinander lernen.









