
© Dirk Mahler / Fraunhofer
Mit der kniffligen Frage, wie man das Innere eines Beutels verändert, ohne ihn zu öffnen, beschäftigten sich die Gewinner des Fraunhofer-Preises 'Technik für den Menschen': Das Braunschweiger Forscherteam verwendet ein
Plasma, um die Innenflächen von Plastikbeuteln zu aktivieren. Zum einen wirkt das Plasma desinfizierend, zum anderen verändert es die Oberfläche des Beutels, damit Zellen auf ihr wachsen können. Ziel war es, ein geschlossenes System zu entwickeln, in dem Zellen ungestört wachsen ohne verunreinigt zu werden. Hintergrund ist die Idee, Krankheiten mit Patienten-eigenen Stammzellen zu therapieren. Bislang nutzten Forscher hierzu Petrischalen, Flaschen oder Bioreaktoren in möglichst keimfreier Umgebung. Doch zum Nachfüllen von Nährmedien oder zum Extrahieren von Zellen müssen diese Systeme geöffnet werden, was zu Verunreinigungen führen kann.
Das Bild zeigt von links nach rechts Henk Garritsen (Städtisches Klinikum Braunschweig), Werner Lindenmaier (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung), Michael Thomas, Kristina Lachmann (beide vom Fraunhofer-Institut für Schicht- und Obferflächentechnik) und Kurt Dittmar (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung).