
Meist sind Kernspinaufnahmen für Patienten so laut wie bei einem Rockkonzert. Dank Dr. David Grodzkis Erfindungen geht es jetzt erheblich leiser. Der Wissenschaftler von Siemens Healthineers arbeitet an neuen Verfahren, die Schnittbilder verbessern, Aufnahmezeiten verkürzen oder – so eine seiner herausragendsten Erfindungen – das Erlebnis für Patienten angenehmer machen, indem das typische Geräusch von Magnetfeldresonanztomographen um bis zu 97 % gedämpft wird. Der Lärm entsteht durch das schnelle Ein- und Ausschalten der magnetischen Felder, wobei sich die Gradientenspule in kurzen, rhythmischen Abständen minimal verzerrt oder dehnt – und die Form des Tomographen die Geräusche wie ein Lautsprecher verstärkt. Grodzki löst das Problem mit neuen Sequenzen, mit denen die Felder sanfter geschaltet werden und so deutlich geringere Kräfte in den Gradientenspulen wirken.
