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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bartec

Lukas Dehling,

Mobile Geräte im Ex-Bereich

Für Bartec lässt sich eine kollaborative Produktion im Sinne von Industrie 4.0 nicht ohne mobile Endgeräte umsetzen. Deshalb treibt das Unternehmen seine 'Bartec goes mobile'-Strategie weiter voran.

Ein Szenario der 'Bartec goes mobile'-Strategie: Der Anwender ist mit einer einer Überwachungskamera ausgestattet, die an ein Smartphone gekoppelt ist. Beide Produkte sind für den explosionsgefährdeten Bereich zugelassen.

© Bartec

Enterprise Mobility ist ein Zukunftsmarkt – zweistellige Wachstumsraten sind bei einer Milliarde Mobilarbeitern weltweit nicht überraschend. Nach seiner rasanten Entwicklung und Verbreitung im Consumer-Markt erreicht die Mobiltechnik nun das industrielle Umfeld und damit auch den explosionsgefährdeten Bereich. Eingesetzt werden mobile Geräte vermehrt in den Bereichen Service und Instandhaltung, aber auch von Arbeitern im Feld, um beispielsweise Workflow-Management zu betreiben oder Prozesse zu visualisieren.

Smartphones, Tablet-PCs und Wearables setzen dabei aufgrund ihrer Eigensicherheit und Multifunktionalität noch weit größere Potenziale frei als früher die Handhelds. Bartec hat bei der Nachfrage im Markt mithilfe von Marktanalysen und Kundenumfragen vier große Bedarfsfelder ermittelt: mehr Produktivität und Integration sowie weniger Fehler und geringere Ausfallzeiten.

Mit Blick auf diese Entwicklung brachte die norwegische Tochter Bartec Pixavi im vergangenen Jahr das erste Ex-geschützte Android-Smartphone Impact X auf den Markt. Das Gerät besitzt ein durch 2 mm Gorilla Glass geschütztes Touch-Display, das sich sowohl bei starkem Regen, als auch bei direkter Sonneneinstrahlung und selbst mit dicken Sicherheitshandschuhen zuverlässig bedienen lässt. Typische Einsatzfälle des nach IECEx und ATEX für Zone 1 zertifizierten Smartphones stellen die einhändige, sichere Aufzeichnung von HD-Videos dar oder die Live-Übertragung eines konkreten Wartungsszenarios.

Um den Komfort zu erhöhen und weitere Szenarien abzudecken, zeigt Bartec dieses Jahr weitere Neuheiten.

Für zusätzlichen Komfort und den erweiterten Einsatz in dunklen oder schwer zugänglichen Bereichen sorgt die mit Shell entwickelte Helm-, Inspektions- und Überwachungskamera Orbit X, die sich sowohl offline als auch per WLAN an das Impact X koppeln lässt. Die Investitionskosten für solche Lösungen können sich schnell amortisieren, beispielsweise auf einer Ölbohrplattform – wenn sich nämlich ein Experte ohne teuren Helikopterflug per Videokonferenz zuschalten kann, um ein akutes Problem ohne Zeitverlust zu lösen.

Einen weiteren neuen Baustein der 'Bartec goes mobile'-Strategie bildet das Tablet-PC-System Agile X mit 10,1-Zoll-LED-Display. Mit ihm lassen sich auch ERP-, Office- und Visualisierungsanwendungen in den Ex-Bereich bringen, um Kollaboration und Workflows zu optimieren. Für die mobile Datenerfassung ist das Agile X mit einem integrierten Barcode-Scanner ausgerüstet. Zum mobilen Multifunktionswerkzeug wird das Agile X in Verbindung mit dem optionalen RFID-Scanner oder dem auf der Messe vorgestellten HART-Add-on-Modul, mit dessen Hilfe sich erstmals Feldgeräte im Ex- und Nicht-Ex-Bereich mit einer einzigen Lösung mobil diagnostizieren, parametrieren und kalibrieren lassen – und das unabhängig vom Leitsystem. Diese zusätzlichen Add-on-Module lassen sich über den rückseitigen Expansion-Port des Geräts anschließen.

Bartec will in Zukunft weiter an der Komplettierung des mobilen Portfolios arbeiten: Auf der Messe wird das Unternehmen neben den bereits skizzierten Neuheiten zwei kleinere für Ex-Zone 2 zertifizierte Android-Geräte vorstellen. Das neu entwickelte Lumen X4 ist ein handlicher 4,3-Zoll Industrie-Mobile-Computer, Lumen X7 ist ein 7-Zoll Industrie-Tablet für den Einsatz in rauen Umgebungen.

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