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Artikel und Hintergründe zum Thema

Human-Centered Computing Labs

Alexandra Hose,

Forschung an Mensch-Maschine-Interaktionen

Die TU Graz stellt eine einzigartige Forschungsinfrastruktur vor: Auf sechs verschiedenen Laborflächen wird interdisziplinär am Schnittpunkt zwischen Mensch und Maschine geforscht.

Eduardo Veas, Laborleiter vom Institute of Interactive Systems and Data Science der TU Graz, auf dem beweglichen Fußboden für VR-Ausflüge.

© Lunghammer - TU Graz

Mit den neu eröffneten Human-Centered Computing (HCC) Labs der TU Graz steht eine der modernsten Forschungseinrichtungen Europas zur Verfügung. Verschiedene Technologien sind in einem Forschungslabor untergebracht, die sich für die verschränkte Forschung verschiedenster Disziplinen kombinieren lassen, um so etwa autonomes Fahren voranzubringen, Brain-Computer-Interfaces zu verbessern oder virtuelle Welten in höchster Qualität mit künstlicher Intelligenz und Robotik zu vereinen. So wird beispielsweise die VR-gesteuerte Telepräsenz mittels Robotern in Echtzeit möglich, um aus der Ferne Arbeiten zu erledigen oder gefährliche Gebiete zu erkunden.

Eduardo Veas, Laborleiter am Institute of Interactive Systems and Data Science der TU Graz berichtet: »Hier laufen zahlreiche Forschungsfelder und Technologien zusammen: Visualisierung, User Interfaces, Mixed Reality, Game Design und KI wie Bilderkennung und Bildverarbeitung, Robotik oder autonomes Fahren. In unseren Human-Centered Computing Labs haben wir die Infrastruktur, um all diese Disziplinen zusammenzuführen.«

Eduardo Veas, Laborleiter am Institute of Interactive Systems and Data Science der TU Graz berichtet: »Computer und Roboter können immer mehr und werden immer komplexer. Daher gewinnt die Frage zusehends an Bedeutung, wie diese multidimensionalen Informationen nutzerfreundlich präsentiert werden können und wie Menschen mit Maschinen interagieren.«

© Lunghammer - TU Graz

Sechs Laborräume stehen zur Verfügung

Die Human-Centered Computing Labs der TU Graz teilen sich auf sechs Labore auf, die verschiedenen Forschungsaspekten gewidmet sind. Dazu zählen:

Das Immersive Computing Lab: Ein Labor, das komplett mit Motion-Capturing-Technologie ausgestattet ist. Damit können Menschen und Maschinen wie Drohnen oder Roboter durch den gesamten Raum erfasst und deren Avatare in digitale Umgebungen transferiert werden. Das Labor ist auch Testraum für verschiedene Roboter sowie für VR- und AR-Anwendungen. Um sich frei in den virtuellen Räumen bewegen zu können, gibt es einen beweglichen Fußboden, auf dem die Anwender in alle Richtungen gehen können, ohne sich im realen Raum vorwärts zu bewegen.
Im Vehicle-Human Interaction Lab stehen moderne Rennsimulatoren, die mit Sensoren zur Erfassung physiologischer Daten synchronisiert sind. Damit lassen sich äußere Einflüsse auf Lenker ebenso testen wie Reaktionen auf Stress beim Fahren.
Auch autonomes Fahren wird hier erforscht.
Das Game Experience Lab widmet sich Game Design, innovativen Lehr- und Lernmethoden und neuen Wegen zur Darstellung und Vermittlung von Forschungsinhalten. Hier wird viel mit Virtual Reality gearbeitet, aber auch Themen wie Datenerhebung und deren nutzerfreundliche Aufbereitung zur weiteren Analyse oder Anwendung stehen im Fokus.
Im Wearable Technology and Interface Fabrication Lab lernen die Studierenden, Eingabe- und Steuergeräte wie etwa Datenhandschuhe oder Datenbrillen selbst zu bauen. Das Testen neuer Anwendungen ist im Usability Lab möglich, das aus zwei identischen Testräumen mit einem Kontrollraum dazwischen besteht, aus dem beide Testräume durch Einwegspiegel beobachtet werden können. Für die theoretische Arbeit und Unterricht gibt es schließlich noch das Classroom Lab. Dieser Forschungsbereich ist im Field of Expertise »Information, Communication & Computing« verankert, einem von fünf wissenschaftlichen Stärkefeldern der TU Graz.
 

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Laufendes Projekt: Roboter arbeitet im Stollen

Wie wertvoll diese örtliche Zusammenführung verschiedener Disziplinen ist, erlebt Eduardo Veas gerade in einem Projekt mit der Montanuniversität Leoben, bei dem ein Roboter einen Minenstollen mittels zahlreicher Kameras und Sensoren erkundet. Dabei soll er nicht nur die Umgebung erfassen und in Virtual Reality abbilden, sondern auch erkennen, ob sich Gase in dem Stollen befinden, bevor Menschen ihn betreten. Eduardo Veas' Team forscht an der Visualisierung der rekonstruierten Sensordaten und der Darstellung der Umgebung sowie der Interaktion über VR.

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