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Artikel und Hintergründe zum Thema

Iconics Germany

Lukas Dehling,

Augmented-Reality wird real

Was schon vor Jahren angekündigt wurde findet nun Einzug in Standard-Softwareprodukte. Iconics hat in seine neuen Version der 'MobileHMI'-App eine Augmented-Reality-Lösung integriert.

Iconics zeigte auf der SPS IPC Drives 2015 in einer Demo-Applikation mit einem Industrieroboter relevante Use-Cases mit der Augmented-Reality-Technologie.

© Iconics Germany

In den vergangenen Jahren wurden viele Versuche bekannt, Augmented Reality in industriellen Anwendungen zu etablieren. Google Glass oder andere proprietäre Lösungen machten einen Anfang. Keine der Lösungen konnte sich bis jetzt durchsetzen, auch aufgrund der Hardware und der allgemeinen Akzeptanz. Das lag unter anderen daran, dass eine komplizierte Applikationserstellung die Engineering-Kosten nach oben trieb und die funktionale Integration in bestehende Systeme nur mit immensem Aufwand möglich war.

Das ändert sich mit der neuen Version 10.9 von 'MobileHMI' – damit bekommen Anwender ein Tool an die Hand mit der Fähigkeit, von überall, zu jeder Zeit, mit jedem mobilen Gerät wie Smartphone oder Tablet auf Echtzeit-Daten zuzugreifen. Das System erlaubt die Betriebssystem-unabhängige Nutzung von Android, iOS, Amazon Kindle, Blackberry und Windows mit einer geräteübergreifenden User-Expierence.

Die neuen Augmented-Reality-Funktionen bauen in erster Linie auf lage-basierte Funktionen auf, bekannt als Location Services. Auf der Grundlage der Position des Nutzers oder der Nähe des Nutzers zu Geräten und Komponenten lädt die integrierte Augmented-Reality-Technologie automatisch alle zugehörigen Daten und Widgets. Dabei wird das Echt-Bild der Kamera mit aktuellen und historischen Informationen in Echtzeit bereichert – sozusagen eine Überlappung der realen Welt mit computergenerierten Zusatzinformationen. Für die Ermittlung der Position werden Location Services wie GPS, NFC, Bar- beziehungsweise QR-Codes oder die OCR-Funktion genutzt. Letztere ist eine Besonderheit, denn im Gegensatz zum Scannen von Barcodes und QR-Codes können durch die OCR-Funktion alphanumerische Standardzeichen erkannt und einem Gerät zugeordnet werden. So ist es möglich, dass beispielsweise ein Roboter alleine über das Typenschild identifiziert wird – und die SCADA-Umgebung zeigt anschließend den Alarm-Status der dazugehörenden Roboterzelle an. Oder beim Wartungseinsatz in einem Gebäude: Der Anwender scannt das Anlagenkennzeichensystem (AKS/AKZ/KKS) auf einem Rauchmelder per OCR, um einen weiteren Wartungsauftrag automatisch in das System einzugeben.

Für die Experten ist die smarte Augmented-Reality-Technik die Lösung für die steigende Komplexität in der Fabrik der Zukunft. In der künftig hochautomatisierten und komplexen Umgebung kann Augmented-Reality die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern. Wenn alles komplizierter wird, müssen Informationen bedarfsgerecht und schnell aufbereitet werden und am besten dem Mitarbeiter direkt "ins Auge springen", ohne vorher kompliziert in tiefen Menüstrukturen nach der richtigen Anwendung zu suchen.

Des Weiteren hat Iconics sein HMI/SCADA-System 'Genesisi64' um weitere Funktionen für die Smart Factory erweitert. Dazu gehört die Windows-10-Kompatibilität inklusive Universal Apps, Microsoft Edge und Cortana Integration für die Sprach-Interaktion.

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