Elektromobilität

Lukas Dehling,

Zahl der Elektroautos steigt auf 1,3 Millionen

Im vergangen Jahr machte die Elektromobilität weltweit beträchtliche Zuwächse. Deutschland spielt dabei weiter eine untergeordnete Rolle - kann aber erstmals eigene E-Autos im Markt etablieren.

Mit dem BMW i3 gehört erstmals auch ein deutsches Fabrikat zu den weltweit meistverkauften E-Autos (siehe Bilderstrecke).

© BMW Group

 Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat in seiner neuesten Analyse beträchtliche Zuwächse bei der Elektromobilität festgestellt. Die wichtigsten Zahlen und aktuelle Meinungen rund um die Elektromobilität, sind in unten stehender Bilderstrecke zusammengefasst:

 

Bezogen auf den Anteil der Elektromobilität am gesamten Fahrzeugbestand verteidigt Norwegen seine internationale Vorreiterrolle: Der Auswertung zufolge fahren rund 3 % aller etwa 2,64 Mio. Autos in dem skandinavischen Land mit Strom. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Anteil bei nur 0,12 %. Der Bestand hat sich in Norwegen zudem auf etwa 79.000 fast verdoppelt; jede 5. Neuzulassung im vorigen Jahr war ein Elektrofahrzeug.

Während Kunden in anderen Ländern, wie beispielsweise China, Japan und Frankreich, seit Langem überwiegend heimische Modelle kaufen, zeigt sich nunmehr auch in Deutschland ein positiver Trend - dank einer wachsenden Anzahl von deutschen Modellen: Von den 2015 in Deutschland verkauften 23.460 Elektrofahrzeugen stammt gut die Hälfte von deutschen Herstellern. 

Deutschland darf Anschluss nicht verpassen

"Die Zahl von 550.000 produzierten Elektrofahrzeugen im letzten Jahr zeigt deutlich, dass die Industrialisierung in Schwung gekommen ist", sagt Prof. Werner Tillmetz, ZSW-Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien. "Bei den anhaltend hohen Wachstumsraten gewinnt die Wertschöpfung rund um die Elektromobilität schnell an Bedeutung. Als Wirtschaftsstandort, der sehr stark von der Automobil- und deren Zulieferindustrie geprägt ist, dürfen wir in Deutschland den Anschluss nicht verpassen. Schlüsseltechnologien der Elektromobilität wie die Lithium-Ionen-Batterie müssen ihren Platz im deutschen Produktionsportfolio finden", so Tillmetz weiter.

Erfasst haben die ZSW-Forscher Autos mit batterieelektrischem Antrieb, Range Extender und Plug-In Hybride. Nicht mitgezählt wurden Krafträder, Lkw und Busse sowie Full- und Mild-Hybridfahrzeuge. Die Auswertung basiert unter anderem auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes sowie internationaler Behörden und Verbände.

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