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VDMA sieht Getränkemaschinenhersteller im Aufwind
Während der Maschinen- und Anlagenbau weiter auf ein Wiederanziehen der Konjunktur wartet, profitieren die Getränkemaschinenhersteller vom weltweit steigenden Konsum. Vom 16. bis 20. September präsentieren sie ihre Neuheiten auf der Fachmesse „drinktec“ in München.
Auch wenn der Maschinen- und Anlagenbau insgesamt nach wie vor auf den Durchbruch warten muss, sieht der Branchenverband VDMA erste Anzeichen für eine Erholung der Weltkonjunktur. So ist der Exportrückgang ist im zweiten Quartal 2013 geringer ausgefallen als im ersten. Der Auftragseingang war im Juli zwar mit minus drei Prozent ebenfalls rückläufig. Allerdings nahmen die Bestellungen aus dem Inland um zehn Prozent zu. „Das gesamtwirtschaftliche Umfeld scheint wieder stabiler zu werden. Es bleibt aber abzuwarten, ob wir an einem Wendepunkt zum nächsten Aufschwung stehen. Angesichts der Ungewissheit gehen wir weiter davon aus, dass die Produktion 2013 um ein Prozent zurückgehen wird", sagte Richard Clemens, VDMA-Geschäftsführer für den Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen am Montag auf der VDMA Pressekonferenz anlässlich der Weltleitmesse „drinktec“ in München.
Im Unterschied zum Maschinenbau als Ganzes befinden sich Clemens zufolge die Unternehmen im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im Aufwind. Der Auftragseingang lag im Juli um 18 Prozent über den Vergleichswert des Vorjahres. Im Zeitraum Januar bis Juli 2013 sind die Bestellungen um real drei Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau gestiegen. Auch bei den Exporten befindet sich der fünftgrößte Maschinenbaufachzweig auf Wachstumskurs. Sie stiegen im ersten Halbjahr um gut vier Prozent, im Getränkemaschinenbau sogar um sechs Prozent. 2012 war der Nahrungsmittelmaschinen- und Verpackungsmaschinenbau um neun Prozent auf einen Produktionswert von 11,6 Milliarden Euro gewachsen.
Steigender Konsum in vor allem in Asien
Nach den aktuellen Zahlen des produzierte die deutsche Getränketechnikbranche im letzten Jahr Maschinen im Wert von gut 2,2 Milliarden Euro. Davon entfielen mit 1,9 Mrd. Euro der Großteil auf Getränkeverpackungsmaschinen entsprechend einem Zuwachs von zwölf Prozent. „Einschließlich der stark nachgefragten Streckblasmaschinen für Kunststoffbehälter und aller Komponenten schätzen wir den Branchenumsatz der deutschen Getränketechnik auf mindestens fünf Milliarden Euro", sagte Volker Kronseder, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen. Für 2013 erwartet der Getränkemaschinenbau insgesamt ein gemäßigtes Wachstum und für 2014 deutlichere Impulse.
Treiber für die Investitionen in Getränketechnik sind der steigende Konsum in vielen Regionen der Welt einerseits und ein starker Wettbewerb in den gesättigten Märkten andererseits. „Während der Konsum in Europa und Nordamerika auf hohem Niveau stagniert und kaum noch wächst, werden allein für China sieben und für Afrika sechs Prozent Wachstum jährlich erwartet" so Kronseder. Zwei Drittel der Getränkemaschinenexporte gingen in 2012 bereits in Länder außerhalb Europas. Allen voran nach Asien mit einem Anteil von 25 Prozent, Afrika mit 14 Prozent und Südamerika mit zwölf Prozent.
Wachstumsmarkt Afrika
Für die Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen hat sich Afrika zu einem interessanten Absatzmarkt entwickelt. Von 2010 bis 2012 nahmen ihre Exporte nach Afrika um 33 Prozent zu, deutlich mehr als im Gesamtmaschinenbau (plus 17 %). Die größten Absatzländer für die deutschen Hersteller sind Nigeria und Südafrika. Dorthin gingen 2012 Maschinen im Wert von jeweils 88 Millionen Euro. Damit haben beide Länder zusammen einen Anteil von rund 30 Prozent am afrikanischen Markt, der 2012 ein Volumen von 542 Millionen Euro erreichte. Südafrika und Nigeria sind auch die größten Bierproduzenten in Afrika. Verglichen mit der Weltbierproduktion von 1.951 Millionen Hektolitern (2012) ist der afrikanische Anteil mit 128 Millionen Hektolitern (2012) und damit rund sechs Prozent gering. Aber die Aussichten auf weitere Steigerungen seien vielversprechend.










