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Artikel und Hintergründe zum Thema

VDMA

Andrea Gillhuber,

Maschinenexporte mit leichtem Stabilisierungstrend

Die deutschen Maschinenexporte sind mit einem moderaten Rückgang ins Jahr 2025 gestartet, meldet der VDMA. Dennoch bleibt die Lage angespannt.

VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. © VDMA

Im ersten Quartal gingen die Ausfuhren um 3,6 % auf 48,8 Mrd. Euro zurück, inflationsbereinigt sogar um 5,4 %. Ein Lichtblick zeigte sich im März: Mit 17,9 Mrd. Euro lag das Exportvolumen nominal um 1,3 % über dem Vorjahreswert – preisbereinigt jedoch 0,4 % im Minus.

„Der März lässt hoffen, dass sich der Abwärtstrend etwas abschwächt – von Entwarnung kann aber keine Rede sein“, so Dr. Johannes Gernandt, Chefvolkswirt des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Besonders kritisch bleibe die Entwicklung in China und der EU. 

Regional unterschiedliche Entwicklungen

Deutsche Maschinenausfuhr nach Regionen © Statistisches Bundesamt, VDMA

Während die Exporte in die EU-27 im ersten Quartal um 5,6 % sanken – darunter Frankreich mit einem Minus von 14,6 % – verzeichnete auch Nordamerika einen Rückgang von 3,9 %. Die USA als größter Einzelmarkt büßten 4,4 % ein. Die Ausfuhren nach China gingen um 12,2 % zurück.

Demgegenüber entwickelten sich mehrere Schwellenregionen positiv: Die Exporte in den Nahen und Mittleren Osten stiegen um 13,4 %, nach Südostasien um 5,3 %. Auch Afrika, Zentral- und Südasien sowie Lateinamerika verzeichneten Zuwächse. „Wir sehen eine zunehmende Relevanz von Märkten, die bisher nicht so stark im Fokus standen. Diese Entwicklung ist eine Chance, aber sie braucht gezielte politische Flankierung“, so Gernandt. Er spricht sich für neue Handelsabkommen und mehr Unterstützung bei Finanzierung und Marktzugang aus.

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US-Zölle sorgen für Unsicherheit

Die Anfang April von der US-Regierung angekündigten pauschalen Importzölle von 10 % – potenziell sogar 20 % für EU-Produkte – sorgen für neue Unsicherheiten. Auch wenn die Erhebung vorerst für 90 Tage ausgesetzt wurde, könnten sich laut VDMA negative Auswirkungen auf den Handel mit den USA künftig verstärken. „Die USA sind unser größter Einzelmarkt. Neue Handelsbarrieren kommen zur Unzeit – der Maschinenbau braucht offene Märkte, keine politischen Störfeuer“, betont Gernandt.

Fachzweige mit gemischtem Verlauf

Innerhalb der Branchen zeigte sich ein geteiltes Bild: Während die Landtechnik 14,0 % und Baumaschinen 18,8 % einbüßten, verzeichneten auch die exportstarken Zweige Antriebstechnik (-5,1 %), Fördertechnik (-6,7 %) und Allgemeine Lufttechnik (-7,1 %) Rückgänge. Wachstumsimpulse kamen dagegen von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen (+3,4 %), Verfahrenstechnischen Maschinen (+2,8 %) und Flüssigkeitspumpen (+3,5 %).

Appell an die Politik

Mit einer Exportquote von rund 80 % bleibt der Maschinenbau stark außenhandelsabhängig. Gernandt fordert daher stabile internationale Rahmenbedingungen: „Ohne offenen Handel gerät der deutsche und europäische Maschinenbau unter Druck. Die EU muss ihren Kurs auf Freihandel, verlässliche Handelsabkommen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit wieder schärfen.“

 

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