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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens / Process Industries and Drives

Günter Herkommer,

Stellenabbau unter Dach und Fach

Im März hatte Siemens angekündigt, im Bereich Prozessindustrie und Antriebe deutschlandweit 2.000 Stellen streichen zu wollen. Jetzt wurden die endgültigen Zahlen festgeschrieben – etwas weniger als zunächst verlautbart.

Siemens begründet die Einschnitte vor allem mit der Nachfrageflaute in der Öl- und Gasbranche, die Preisdruck und eine mangelnde Auslastung der Werke mit sich bringe.

© Siemens AG

Die ursprünglichen Pläne sahen vor, dass Siemens in den beiden Geschäftseinheiten ‚Large Drives‘ und ‚Process Solutions‘ weltweit insgesamt rund 2.500 Arbeitsplätze abbauen möchte, davon 2.000 in Deutschland mit Schwerpunkt in Bayern. Am Standort Ruhstorf nahe Passau sollten rund 700 Arbeitsplätze betroffen sein, in Bad Neustadt/Saale rund 350, in Nürnberg rund 750 und in Erlangen etwa 150 Stellen.

Nach langen Verhandlungen mit den Arbeitnehmer-Vertretern hat sich Siemens nun die nach unten korrigierten Zahlen genannt: Demnach sollen in Deutschland nun insgesamt „nur“ 1.700 Arbeitsplätze gestrichen werden. Im Detail trifft es folgende Standorte: Bei Siemens in Erlangen werden 130 Stellen wegfallen, in Nürnberg werden 590 Arbeitsplätze wegfallen. Weiterhin werden 330 Stellen im unterfränkischen Bad Neustadt wegfallen und in Ruhstorf nahe Passau 600 Arbeitsplätze.

Der Arbeitsplatzabbau soll über einen Zeitraum von vier Jahren bis 2020 gestaffelt werden.

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