Stellenabbau angekündigt

dpa | Andrea Gillhuber,

Schaeffler macht im Jahr der Fusion Verluste

Schaeffler ist durch die Fusion mit Vitesco in die Top Ten der Zulieferunternehmen weltweit aufgestiegen. Im Fusionsjahr kostet die Verschmelzung zunächst einmal Geld. Zudem kündigen die Franken den Abbau von 4700 Arbeitsplätzen in Europa an.

Blick auf die Zentrale des Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler in Mittelfranken. © Pia Bayer/dpa

Herzogenaurach (dpa/lby) – Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat im Jahr der Fusion mit dem E-Antriebsspezialisten Vitesco einen Verlust in Höhe von 632 Mio. Euro eingefahren. Das Konzernergebnis rutschte damit um fast eine Milliarde Euro ab, nachdem es im Jahr 2023 noch bei 309 Mio. Euro im Plus gelegen hatte, wie Schaeffler in Herzogenaurach mitteilte. Die Netto-Finanzschulden haben sich zum Jahresende 2024 im Jahresvergleich um gut 1,6 Mrd. Euro auf rund 4,8 Mrd. Euro erhöht.

Konzernchef Klaus Rosenfeld sieht das Unternehmen dennoch auf einem guten Weg. „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines widrigen Umfeldes wichtige Meilensteine für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens erreicht“, sagte er. „Wir haben durch den Zusammenschluss mit Vitesco und die eingeleiteten Strukturmaßnahmen ein Ergebnisverbesserungspotenzial von 800 Millionen Euro vor uns. Das wird nicht sofort wirksam, auch 2025 noch nicht, aber mittelfristig unser Ergebnis nachhaltig verbessern.“ 

Fusion mit Vitesco – Stellenabbau angekündigt

Schaeffler hatte im vergangenen Jahr die Fusion mit dem Schwesterunternehmen vollzogen. Der Umsatz sei dadurch währungsbereinigt um 12,9 % auf 18,2 Mrd. Euro geklettert. Die Zahl der Mitarbeiter stieg den Unternehmensangaben zufolge von 83.362 auf 115.055. Allerdings hatte Schaeffler im Herbst den Abbau von weltweit 4700 Beschäftigten, davon 2800 in Deutschland angekündigt.

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Die Ausrichtung auf die E-Mobilität sei trotz der gegenwärtigen Schwierigkeiten in der Branche und auch des politischen Gegenwindes, etwa in den USA, richtig, sagte Rosenfeld. „Wir können in beiden Bereichen spielen. Wenn sich der E-Antrieb schneller durchsetzt – dann ist das gut für uns. Wenn er später kommt, können wir damit ebenfalls umgehen. Für mich ist die E-Technologie in jedem Fall die Technologie, die kommen wird“, sagte Rosenfeld. 

Daran könne auch die derzeitige politische Situation in, den USA nichts ändern. Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sei für Schaeffler zu verkraften, betonte Rosenfeld. „Das Zoll-Thema ist unerfreulich, aber für uns beherrschbar. Einen Großteil werden wir an die Kunden weitergeben“, sagte er.

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