Bilanzzahlen Q2/2023
Schaeffler erhöht die Prognose für 2023
Nach einer spürbaren Erholung im zweiten Quartal zeigt sich Schaeffler optimistischer für das laufende Geschäftsjahr: Die Herzogenauracher erwarten eine Umsatzrendite von sechs bis acht Prozent.
Der Umsatz der Schaeffler Gruppe kletterte im zweiten Quartal währungsbereinigt um 9,8 % auf 4,056 Mrd. Euro. (Vorjahreszeitraum: 3,790 Mrd. Euro). Im ersten Halbjahr 2023 lag der Umsatz bei 8,208 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,548 Mrd. Euro). Das entspricht einem währungsbereinigten Anstieg um 10,1 %. Das Wachstum ist vor allem auf Volumenanstiege in den Automotive-Sparten zurückzuführen. Positive Verkaufspreiseffekte in allen drei Sparten wirkten sich zusätzlich auf die Umsatzentwicklung aus.
In der Sparte Industrial war der währungsbereinigte Anstieg der Umsatzerlöse von 10,6 % überwiegend auf den Beitrag der Anfang des Jahres erworbenen Ewellix Gruppe sowie auf positive Verkaufspreiseffekte zurückzuführen.
Zum Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2023 trugen alle Regionen bei. Mit einem Wachstum von währungsbereinigt 14,0 % trug Europa am stärksten bei. In der Region Asien/Pazifik stieg der Umsatz währungsbereinigt um 10,9 %, während die Umsätze in den Regionen Greater China und Americas währungsbereinigt um 6,6 % bzw. 5,6 % über dem Vorjahreswert lagen.
Das EBIT vor Sondereffekten lag im ersten Halbjahr bei 625 Mio. Euro (Vorjahr: 458 Mio. Euro).
Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten lag in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 29 Mio. Euro (Vorjahr: minus 204 Mio. Euro).
Sparte Industrial: Umsatz steigt, Gewinn rückläufig
Der Umsatz der Sparte Industrial lag mit 2,237 Mrd. Euro um 10,6 % (währungsbereinigt) über dem Vorjahr (2,065 Mrd. Euro). Das Wachstum ist überwiegend auf den Beitrag der zu Jahresbeginn erworbenen Ewellix Gruppe zurückzuführen, der sich im Sektorcluster Industrial Automation niederschlug. Darüber hinaus trugen insbesondere positive Verkaufspreiseffekte zum Wachstum bei.
Nach Regionen konnte in den ersten sechs Monaten Americas mit einem Plus von 15,0 % das größte Wachstum vorweisen, gefolgt von Greater China (+11,4 %), Europa (+10,1 %) und Asien/Pazifik (+5,4 %).
Der Ertrag vor Sondereffekten der Industrial-Sparte lag bei 225 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 238 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 10,1 % (HJ1/2022: 11,5 %). Zurückzuführen ist der Rückgang laut Schaeffler auf die Entwicklung der Bruttomarge, die unter anderem durch den Umsatzmix belastet wurde, sowie durch höhere Kosten unter anderem im Zuge der Umsetzung von Verlagerungen. Für das zweite Jahr plant die Unternehmensgruppe ein Maßnahmenpaket, das unter anderem eine Reduzierung der Bestände und verstärkte Kostensenkungsmaßnahmen umfasst.
Prognose für 2023 angehoben
Aufgrund der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2023 wurde die Prognose angepasst. So erwartet die Gruppe für das Geschäftsjahr unverändert ein Umsatzwachstum von 5 bis 8 % (währungsbereinigt). Zugleich hat das Unternehmen die Prognose für die EBIT-Marge vor Sondereffekten von bisher 5,5 bis 7,5 % auf 6 bis 8 % erhöht. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Schaeffler einen Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten in Höhe von 300 bis 400 Millionen Euro (bisher 250 bis 350 Millionen Euro).
Für die Sparte Industrial erwartet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 inzwischen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum um 6 bis 8 % (bisher 9 bis 11 %) und eine EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 9 und 11 % (bisher 11 bis 13 %).













