Quartalszahlen Q1/2026
Schaeffler steigert Marge im ersten Quartal
Schaeffler hat im ersten Quartal 2026 trotz rückläufiger nominaler Umsätze die operative Profitabilität verbessert. Der Konzern erzielte 5,764 Mrd. Euro Umsatz und steigerte das EBIT vor Sondereffekten auf 285 Mio. Euro. Wachstumstreiber waren vor allem E-Mobility sowie Asien/Pazifik.
Die Schaeffler Gruppe hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 5,764 Mrd. Euro erzielt (Q1/2025: 5,924 Mrd. Euro). Das entspricht nominal einem Rückgang von 2,7 %, währungsbereinigt jedoch einem Plus von 1,0 %. Regional zeigte sich ein differenziertes Bild: In Europa stiegen die Umsätze währungsbereinigt um 0,4 %, während die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 8,0 % das stärkste Wachstum verzeichnete. Rückgänge gab es dagegen in den Americas mit minus 1,0 % sowie in Greater China mit minus 0,5 %.
Das EBIT vor Sondereffekten verbesserte sich auf 285 Mio. Euro nach 276 Mio. Euro im ersten Quartal 2025, was einem Anstieg von 3,3 % entspricht. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten erhöhte sich von 4,7 % auf 5,0 %.
Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten lag saisonal bedingt bei minus 209 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr minus 155 Mio. Euro ausgewiesen worden waren. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Capex) beliefen sich im Berichtszeitraum auf 237 Mio. Euro nach 250 Mio. Euro im Vorjahresquartal.
Das Konzernergebnis lag bei 60 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie bei 0,06 Euro. Die Netto-Finanzschulden stiegen zum 31. März 2026 auf 5.143 Mio. Euro, nach 4.915 Mio. Euro zum Jahresende 2025. Weltweit beschäftigte Schaeffler 109.549 Mitarbeitende, 1,1 % weniger als Ende 2025.
Ausblick 2026: Prognose bestätigt
Der Vorstand bestätigte den Ausblick vom Februar. Für das Gesamtjahr erwartet Schaeffler weiterhin einen Umsatz zwischen 22,5 und 24,5 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll zwischen 3,5 % und 5,5 % liegen. Beim Free Cash Flow rechnet der Konzern mit 100 bis 300 Mio. Euro.
Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG: „Die Schaeffler Gruppe ist trotz eines weiterhin schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfelds gut in das Jahr 2026 gestartet. Auf Basis unserer diversifizierten Aufstellung mit vier produktorientierten Sparten und unserer globalen Präsenz in vier Regionen setzen wir unsere Strategie, die führende Motion Technology Company zu werden, weiter um und erschließen neue Wachstumsfelder wie humanoide Roboter und Verteidigung. Als integrierter Technologiekonzern stärken wir damit unsere Widerstandsfähigkeit und setzen zugleich auf Flexibilität. Am Ausblick für das Jahr 2026 halten wir fest.“
Die einzelnen Sparten im Überblick
E-Mobility: Verluste reduziert
Die Sparte E-Mobility steigerte ihren Umsatz währungsbereinigt um 6,0 % auf 1.210 Mio. Euro. Ausschlaggebend waren Produkthochläufe in Europa und Asien/Pazifik.
Das EBIT vor Sondereffekten lag bei minus 215 Mio. Euro nach minus 269 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge verbesserte sich von minus 23,1 % auf minus 17,8 %. Gründe waren höhere Volumina und eine bessere operative Leistung in den Werken.
Powertrain & Chassis: Höchster Ergebnisbeitrag
Powertrain & Chassis blieb mit 2.141 Mio. Euro Umsatz die größte Sparte, verzeichnete jedoch währungsbereinigt einen Rückgang um 1,8 %. Das Marktumfeld blieb schwach, hinzu kamen Portfolioanpassungen.
Das EBIT vor Sondereffekten sank auf 246 Mio. Euro nach 290 Mio. Euro. Mit 11,5 % blieb die EBIT-Marge dennoch zweistellig.
Vehicle Lifetime Solutions: Höchste Marge im Konzern
Die Sparte Vehicle Lifetime Solutions erzielte 801 Mio. Euro Umsatz, währungsbereinigt ein Plus von 0,9 %. Wachstum resultierte vor allem aus früheren Verkaufspreisanpassungen.
Das EBIT vor Sondereffekten stieg leicht auf 128 Mio. Euro. Die EBIT-Marge erreichte 15,9 % nach 15,5 % und blieb damit konzernweit auf dem höchsten Niveau.
Bearings & Industrial Solutions: China stützt Geschäft
Bearings & Industrial Solutions kam auf 1.573 Mio. Euro Umsatz. Währungsbereinigt entsprach dies einem Plus von 1,6 %, getragen von Impulsen aus Greater China.
Das EBIT vor Sondereffekten sank auf 142 Mio. Euro nach 162 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei 9,0 %.













