Hannover Messe 2015
Positive Vorzeichen für Antriebs- und Fluidtechnik
Auf der Leitmesse 'Motion, Drive & Automation' (MDA) zeigen im Rahmen der Hannover Messe 2015 die Hersteller von Antriebs- und Fluidtechnik wieder Flagge. Sowohl die Zahlen des vergangenen Jahres als auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr sorgen bereits jetzt für eine positive Grundstimmung in der Branche.
"Deutsche Antriebs- und Fluidtechnik wird weltweit stark nachgefragt und kann sich einer Spitzenposition im Wettbewerb erfreuen", so lautet eine der Kernaussagen des MDA-Pressegesprächs, zu dem die Deutsche Messe und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rund die Monate vor Messestart gemeinsam eingeladen hatten. Mit insgesamt etwa 22 Mrd. Euro bewegt sich das Umsatzvolumen der beiden größten Branchensegmente innerhalb des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus auf hohem Niveau. Auf die Antriebstechnik entfielen dabei in 2014 rund 15,4 Mrd. Euro, auf die Fluidtechnik etwa 6,6 Mrd. Euro. Damit haben beide Branchen im Vergleich zum Vorjahr zugelegt (Antriebstechnik 2013: 15,1 Mrd. Euro; Fluidtechnik 2013: 6,3 Mrd. Euro) und erwarten dies auch im laufenden Jahr zu tun: Die deutsche Antriebstechnik rechnet laut VDMA mit einem Umsatzplus von zwei Prozent, die deutsche Fluidtechnik sogar mit plus fünf Prozent.
Industrie 4.0 – Herausforderung und Chance zugleich
Mit Blick auf die Gegenwart und Zukunft sieht sich die deutsche Antriebs- und Fluidtechnik zahlreichen Herausforderungen gegenüber, die aus Markt- und Kundenanforderungen sowie aus gesetzlichen Regularien resultieren. Die Schlüsselbegriffe lauten auch hier Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Hinzu kommt das Themenfeld Industrie 4.0: "Antriebs- und Fluidtechnik spielen eine zentrale Rolle im Kontext Industrie 4.0, denn sie sind mit ihren mechatronischen Bausteinen oder CPS-Modulen (Cyber-Physical System) wichtiger Enabler für effiziente und intelligente Produktionsprozesse. Zugleich sind beide Branchen Anwender von Industrie 4.0 und sitzen an der Quelle des Data Mining, das macht sie besonders relevant", so Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung und verantwortlich für Antriebs- und Fluidtechnik. Robert Schullan, Vorsitzender des MDA-Präsidiums und Mitglied des Vorstands von Schaeffler ergänzt: "Zurzeit arbeiten wir intensiv daran, Antriebskomponenten mit integrierter miniaturisierter Sensorik auszustatten und darüber hinaus Maschinen und Anlagen mit zentralen Informationssystemen zu vernetzen, wodurch große Mengen an Daten kommuniziert werden können. Solche intelligente Komponenten und Module sind die Voraussetzung für die Steuerung autonomer Prozesse in der Wertschöpfungskette unserer Kunden."










