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Artikel und Hintergründe zum Thema

Echtzeitüberwachung von Roboter

Andrea Gillhuber,

Nabtesco startet Predictive-Maintenance-Projekt

Nabtesco plant eine Echtzeitüberwachung von Robotern mittels digitaler Getriebemodelle. Ziel ist es, anhand exemplarspezifischer Getriebedaten softwarebasierte vorausschauende Wartungskonzepte zu erstellen.

© Nabtesco

Robotergetriebe werden in der Regel nach festgelegten Wartungsintervallen, sei es nach einer bestimmten Betriebsdauer oder einem festgelegten Zeitraum, unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß ausgetauscht. Getriebespezialist Nabtesco will diesem Vorgehen entgegenwirken und startet ein Predictive-Maintenance-Projekt. Denn je nach Applikationsanforderungen, Einsatzdauer und Aufgabenfeld sind Robotergetriebe unterschiedlich hohen Belastungen ausgesetzt; zudem werden die einzelnen Achsen nicht gleich stark beansprucht.

Hier setzt der Zykloidgetriebespezialist an: Er stellt Roboterherstellern mit einem Nabtesco-Add-on für die Robotersteuerung getriebespezifische Daten und Charakteristiken, sprich: ein digitales Abbild des Getriebes mit seinen relevanten Eigenschaften, zur Verfügung. Für eine Echtzeitüberwachung von Robotern sind die realen seriennummernbezogenen digitalen Getriebeeigenschaften von zentraler Bedeutung, denn sie ermöglichen eine individuelle Momentaufnahme der Roboterauslastung und damit eine Betrachtung der Restlebensdauer der einzelnen Getriebe.

Gearbeitet wird mit Werten, die ohnehin zur Verfügung stehen: So erlaubt der Drehzahl- und Drehmomentverlauf detaillierte Rückschlüsse über den Zustand des Getriebes und damit seine Restlebensdauer. Mit einer permanenten Überwachung der Zykloidgetriebe könnte die Wartung bedarfsgerecht ausfallen. Sich ankündigende Ausfälle ließen sich vorzeitig erkennen, Serviceeinsätze wären planbar und ungeplante Maschinenstillstandzeiten könnten vermieden werden.

Softwarebasiertes Wartungskonzept und digitale Services

Im Vergleich zu externer Sensorik bietet die softwarebasierte Lösung laut Unternehmen Vorteile, unter anderem Kostenreduktion, verringerte Systemkomplexität und bessere Datenqualität. Ein weiterer Punkt: Nicht alle Daten lassen sich mittels externer Sensoren erfassen. Das trifft beispielsweise auf die Steifigkeit ebenso zu wie auf die Erfahrungswerte aus der Entwicklung.

Aktuell befindet sich das Projekt in der Entwicklungsphase. Geplant sind zwei Abstufungen: ein Nabtesco-Add-on mit generalisierten Daten eines bestimmten Getriebemodells sowie ein zusätzliches Upgrade für eine noch höhere Genauigkeit mit den spezifischen Daten der im Endeffekt verbauten Getriebe.

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