zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

VDMA und ZVEI

Andrea Gillhuber,

»Vorstudie Datenraum Manufacturing-X« vorgestellt

Manufacturing-X gilt als nächster Schritt auf dem Weg zu Industrie 4.0. Doch wie könnte ein Datenraum für das Daten-Ökosystem konzipiert sein? Dieser Fragen geht eine von VDMA und ZVEI vorgestellte Studie auf den Grund.

© ipopba/Stock.Adobe.com

Die Studie der Fraunhofer-Institute ISST, IOSB und IPA erläutert, wie ein Datenraum für das Daten-Ökosystem Manufacturing-X konzipiert sein könnte. Sie berücksichtigt dabei vor allem die spezifischen Anforderungen produzierender Unternehmen aus dem Mittelstand und deren Erwartungen an eine sichere und wertbringende digitale Datenökonomie. Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA nannte die Bauplanstudie einen wichtigen Impuls für den zukünftigen Datenraum Manufacturing-X. Sie sei »ein Meilenstein für dessen Konzeption und Entwicklung«, so Rauen. Er betont, die »Architektur von Manufacturing-X wird maßgeblich darüber entscheiden, welche Mehrwerte die Unternehmen aus dem Datenraum ziehen können, um Produktionsdaten optimal zu nutzen und dadurch Effizienz zu steigern«.

Bestehende Standards für maximale Interoperabilität

Die Studie hat einen umfassenden Ansatz gewählt, der zusätzlich zur digitalen Architektur auch die Basisdienste und Organisationsaspekte in den Blick nimmt. Dabei werden der Flexibilität und Skalierung des Datenraums eine hohe Bedeutung beigemessen. Ziel ist, Manufacturing-X so zu gestalten, dass die spezifischen Anforderungen der teilnehmenden Unternehmen aufgenommen und auch dynamisch weiterentwickelt werden können. Gunther Koschnick, ZVEI-Bereichsleiter Industrie: »Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen werden künftig ihre Daten leichter austauschen und darüber hinaus gleichberechtigt mit Dritten teilen können. Dabei bleiben die Souveränität und Sicherheit der Daten gewahrt. Mit Manufacturing-X setzen wir auf bestehende Standards auf, sei es die Asset Administration Shell, die OPC UA-Standards im Umfeld von umati oder die Nutzung sogenannter EDC-Konnektoren. Letztlich geht es um maximale Interoperabilität für die Einbindung möglichst vieler Akteure. Die Bauplanstudie weist den Weg, wie dieses Zusammenspiel erfolgen kann.«

Auch Boris Otto, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, ist vom Nutzen von Datenökosystemen und der zügigen Verbreitung überzeugt: »Datenräume erlauben die gemeinsame Nutzung von Daten unter Wahrung von Vertrauensschutz und Datensouveränität der Teilnehmer und ohne Lock-in-Effekte traditioneller Plattformarchitekturen. Die entstehenden Datenökosysteme stiften Nutzen für eine Vielzahl unterschiedlicher Teilnehmer – was sich stark mit der Struktur des Maschinenbaus und der Elektronindustrie deckt. Manufacturing-X ist eine einmalige Chance für die Branche, ihre Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu steigern. Mit Catena-X und den IDS- und Gaia-X-Arbeiten sind zudem viele Grundlagen gelegt, die eine schnelle Umsetzung erlauben.«

Anzeige

Die nächsten Schritte

Die »Vorstudie Datenraum Manufacturing-X«

© VDMA/ZVEI

Nun soll die Bauplanstudie zu Manufacturing-X in Zusammenarbeit mit Partnern der produzierenden Industrie weiter vertieft werden. Das Feedback und die Erfahrungen aus diesen »Deep Dives« werden genutzt, um die endgültige Implementierung von Manufacturing-X weiter zu optimieren und sicherzustellen, dass sie den spezifischen Bedürfnissen der Branche gerecht wird.

Hier können Sie die Vorstudie herunterladen:

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
1.9 MB
Vorstudie Datenraum Manufacturing-XVorstudie Datenraum Manufacturing-X
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Q3/2023

Siemens meldet starken Auftragseingang

Solide, so lässt sich das Ergebnis des 3. Quartals beschreiben. Siemens konnte den Umsatz um 10 % steigern, der Auftragseingang liegt mit 24,2 Mrd. Euro um 15 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Prognose wird aber nicht angehoben.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Verwaltungsschale

Digitaler Zwilling - konkret!

Ein definierter Standard der Verwaltungsschale ist entscheidend für den interoperablen und effizienten Austausch von Daten des digitalen Zwillings - soviel zur Theorie. Neun Partner zeigten auf der Hannover Messe wie ein konkreter Anwendungsfall...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

SSV Software Systems

Grundstock offener App Stores

Offene App-Stores benötigen für die gewünschte Datendurchgängigkeit Virtualisierungs-Technologien wie die Docker-Container. Aber hinter diesen Technologien steckt noch mehr. Welches Potenzial könnten diese Technologien der Automation tatsächlich...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren