Single Pair Ethernet
SPE-Netzwerke verkünden Zusammenarbeit
Die beiden Netzwerke für Single Pair Ethernet (SPE) bündeln ihre Kräfte. Das SPE Industrial Partner Network und die SPE System Alliance wollen gemeinsam die Zukunft der industriellen Kommunikation gestalten und Standards vorantreiben.
Nach rund sechs Jahren eigenständiger Arbeit haben sich das SPE Industrial Partner Network e.V. und die Single Pair Ethernet System Alliance e.V. entschieden, ihre Aktivitäten enger zu verzahnen. Vertreter beider Organisationen stellten die Pläne jetzt im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz vor. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Verbreitung der SPE-Technologie international voranzutreiben, Synergien zu nutzen und die Standardisierung weiter zu fördern, heißt es von den Initiatoren.
Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung internationaler Standards wie der SPE-Steckverbindernorm IEC 63171-7. Diese soll durch einheitliche Steckgesichter ergänzt werden. Bestehende Lösungen und Normen bleiben unverändert bestehen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Internationalisierung. Die Mitgliedsunternehmen wollen ihre Expertise bündeln, um ein stabiles SPE-Ökosystem zu schaffen und praxisnahe Lösungen zu fördern.
Single Pair Ethernet gilt als Schlüsseltechnologie für die Digitalisierung und den Ausbau von Industrie- und Gebäudeautomation. Mit nur zwei Adern ermöglicht SPE eine durchgängige Ethernet-Kommunikation vom Sensor bis in die Cloud. Damit unterstützt die Technologie zentrale Herausforderungen wie Digitalisierung, Dekarbonisierung, Fachkräftemangel und die Notwendigkeit global standardisierter Produktionsabläufe.

PNO-Vorstand Xaver Schmidt im Interview
Ende des SPE-Stecker Dramas?
Seit 2019 gibt es für Single Pair Ethernet entsprechende Steckverbinder. Leider kursieren in der Branche zwei unterschiedliche Varianten des Steckgesichtes. PNO-Vorstand Xaver Schmidt erläutert, wie es um die Erfüllung des Anwenderwunsches nach einem einheitlichen SPE-Steckgesicht steht.
Die gemeinsame Initiative soll unter anderem durch gemeinsame Messeauftritte, abgestimmte Marketingmaßnahmen und engere Kooperationen mit Standardisierungsgremien sichtbar werden. Bereits auf der kommenden SPS-Messe in Atlanta im September sowie bei weiteren Branchentreffen in Ludwigsburg und Nürnberg wollen beide Netzwerke mit einem gemeinsamen Auftritt ihre Botschaften präsentieren.
Eine Fusion beider Vereine sei derzeit jedoch nicht geplant, hieß es auf Nachfrage. Vielmehr wolle man die Zusammenarbeit schrittweise ausbauen und die Stärken beider Organisationen bündeln. Sprecher der Netzwerke betonten, dass der Schulterschluss auch internationalen Mitgliedern eine bessere Plattform biete, um SPE als zukunftsfähigen Industriestandard weltweit zu etablieren.










