PLCopen
PLCopen und die Industrie 4.0
Zwei wichtige Bausteine einer Industrie 4.0 sind das RAMI-Modell und die Verwaltungsschale beziehungsweise das Asset Administration Shell. Und für beide laufen Aktivitäten bei der PLCopen.
Aktuell stechen die Aktivitäten heraus, „die bei der PLCopen bezüglich der Asset Administration Shell – kurz AAS – laufen“, sagt Eelco van der Wal, Managing Director der PLCopen. Grund ist: innerhalb dieser Shell werden die physischen Aspekte der Assets in eClass definiert. Die Funktionalitäten dieser Anlagen und Komponenten sind jedoch nicht definiert. Viele der in der Shell verwendeten Funktionalitäten sind allerdings schon von PLCopen spezifiziert – etwa für Motion Control, Safety und die Kommunikation. PLCopen hat diese Software-Funktionalitäten festgelegt, indem sie Funktionsblock-Bibliotheken definierte. „Diese PLCopen-Spezifikationen bieten eine klar definierte Anzahl von Funktionalitäten, die einen guten Grundstock für die AAS bilden“, so van der Wal. Darüber hinaus hat PLCopen ein Framework definiert, das sich auf die Definition von Funktionsblöcken bezieht, mit dem Ziel, benutzerdefinierte Bibliotheken zu erstellen. Auf diese Weise können größere Funktionalitäten gekapselt und ein höherer Integrationsgrad erreicht werden. Van der Wal: „Dies erleichtert das Engineering einer neuen Maschine und sorgt für eine bessere Zerlegung und wiederverwendbare Struktur in der Software-Entwicklung, was wiederum die Pflege und Ergänzung neuer Wünsche erleichtert. Um auf diese Funktionalitäten in der AAS zugreifen und sie letztlich auf einer Steuerung zur Verfügung stellen zu können, definieren wir derzeit einen Satz von Funktionsblöcken. Mit diesen Funktionsblöcken kann der Programmierer dann harmonisiert auf die relevanten Informationen zugreifen.“
Darüber hinaus arbeitet PLCopen an einem Dokument, das die Integration von PLCopen und PackML über das PLCopen-OPC-UA-Profil beschreibt. Befolgt man die darin verzeichneten Grundregeln für die Anwendungsentwicklung, so wird es – basierend auf OMAC PackML State Machine, Modi und Packtags – wesentlich einfacher, eine harmonisierte Schnittstelle zu einer Maschine herzustellen und Maschinen standardisiert in Produktionslinien zu integrieren. „Mit der Kombination der OPC-UA-Funktionalität zum Browsen kann man sogar nach neuen Funktionalitäten suchen und diese als Basis für ein neues Anwendungsprogramm hinzufügen“, schwärmt van der Wal.










