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Artikel und Hintergründe zum Thema

Cloudrail

Inka Krischke,

Per Plug&Play in jede Cloud

Vor einem Jahr stellte Cloudrail erstmals die 'CloudRail.Box' vor – ein Gateway, das sich per Plug&Play mit IO-Link-Sensoren und -Mastern verbindet und die Daten in beliebige Cloud-Plattformen schickt. Nun beherrscht sie auch OPC UA und Edge Computing.

Felix Kollmar: „Wir setzen auf der SPS 2019 nicht auf aufwendig vorkonfigurierte Messe-Demonstratoren, sondern zeigen live, wie einfach sich das System in Betrieb nehmen lässt.“

© Cloudrail

Mit einem neuen OPC UA Connector lassen sich Daten von beliebigen OPC-UA-fähigen Geräten abfragen und in die unterstützten Clouds übertragen. Dabei setzt CloudRail wie bisher auf einen sehr einfachen Plug&Play-Ansatz: Die ‘CloudRail.Box’ wird einfach in dasselbe Netzwerk wie das OPC-UA-Gerät gesteckt, die gewünschten Datenpunkte sowie die Zielcloud ausgewählt – das war’s. Die restliche Konfiguration übernimmt die Box komplett automatisch.

„Wir sind immer noch überzeugt, dass Daten für Cloud-Applikationen möglichst weit unten in der Automatisierungspyramide, nämlich im IO-Link-Master, abgegriffen werden sollten. Mit der OPC-UA-Erweiterung geben wir dem Nutzer nun mehr Flexibilität, um parallel zu den Sensor-Daten zum Beispiel noch eine Batch-Nummer aus der Steuerung abzufragen“, sagt Felix Kollmar, Geschäftsführer von CloudRail. „Dadurch kann zum Beispiel ein von den Sensoren erfasstes Datenmuster genau einem produzierten Teil zugeordnet werden. Dies ist beispielsweise im Bereich Predictive Quality extrem wichtig, in dem es darum geht, vorauszusagen, ob ein gefertigtes Produkt Qualitätsmängel aufweisen wird oder nicht“, führt Kollmar weiter aus.

Zudem ist die ‘CloudRail.Box’ künftig auch fit für das Edge Computing. Dadurch lassen sich beispielsweise Daten lokal vorverarbeiten, um nur gefilterte Datenpunkte an die Cloud zu übergeben. Gleichzeitig lassen sich durch den verbauten 4-Kern-Prozessor aber auch komplexe Anwendungen realisieren, etwa unter Zuhilfenahme von Machine Learning. Felix Kollmar erklärt dazu: „Denkbar wäre zum Beispiel, ein Modell mit Sensordaten in der Cloud zu trainieren. Durch die nahezu unbegrenzten Ressourcen einer Cloud-Plattform wie AWS oder Azure können – kombiniert mit einfach zu benutzenden Machine-Learning-Komponenten – hier auch enorm große Mengen an Daten verarbeitet werden. Das daraus resultierende Modell kann dann mit Hilfe von Edge Computing lokal ausgeführt werden. So fällt die Entscheidung, ob zum Beispiel ein produziertes Teil fehlerhaft ist, sehr schnell und ohne einen konstanten Datenstrom in Richtung Cloud.“

Zwei unterschiedliche Optionen stehen zur Wahl: Bei der ersten ist es möglich, Code in JavaScript zu erstellen und – unabhängig von der verwendeten Cloud – in einer speziellen Umgebung auf der Box auszuführen. Dies hat den Vorteil, dass die Logik auch in Multi-Cloud-Umgebungen oder mit Cloud-Anbietern ohne eigene Edge-Computing-Funktionalität verwendet werden kann. Die zweite Option ist die von AWS angebotene Edge-Computing-Funktionalität ‚AWS Greengrass‘, die dann aber auch nur mit Amazon Web Services verwendet werden kann, dafür aber perfekt mit dieser Cloud integriert ist. Hierüber lassen sich zum Beispiel direkt aus AWS heraus neue Funktionen erstellen, die anschließend auf der Box ausgeführt werden.

Was die genannten Erweiterungen für bestehende Kunden bedeutet? Sämtliche neuen Features gelangen mittels Remote-Firmware-Update auch auf bereits gekaufte CloudRail-Geräte. Das Update wird kurz nach der Nürnberger Messe für alle Kunden bereitstehen und ist mit nur einem Klick zu installieren.

Zu sehen ist die ‘CloudRail.Box’ am Stand von CloudRail sowie bei verschiedenen Partnern – zum Beispiel bei IFM (Halle 7A, Stand 302), Contrinex (Halle 7A Stand 406) oder AWS (Halle 6 Stand 141).

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