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Artikel und Hintergründe zum Thema

Industrial Ethernet

Günter Herkommer,

Neues rund um Profinet

Insbesondere Hersteller von Automatisierungskomponenten, die Profinet in ihre Geräte implementieren, dürften diese Nachrichten freuen: Die Preise für die Chips sinken, zudem wird das Angebot bei Profinet-IRT-Anschaltungen breiter und auch in puncto Firmware warten die Anbieter mit neuen Features auf.

Volker Goller, Innovasic, ist überzeugt: "Kein anderer 2-Port-Switch-Chip bietet eine vergleichbare Komplettlösung für Profinet IRT."

© Computer&AUTOMATION

Der Halbleiter-Hersteller Renesas Electronics Europe und KW-Software, Anbieter von Software-Technologien für die Automatisierung, haben ein neues Software-Release für den Profinet-Chip TPS-1 - auch bekannt als 'Tiger'-Chip - angekündigt. Die Firmware-Version 1.2 bietet demnach zahlreiche neue Features einschließlich der Unterstützung für gemeinsam genutzte und hochmodulare Geräte, Plug-and-Play, erweitertes Protokollbuch sowie FX/TX-Media-Konverter. Der Funktionsumfang der Firmware-Version 1.2 basiert auf der Profinet-Spezifikation Version 2.3 und unterstützt alle Echtzeit-Klassen.

Als Folge des schnell wachsenden und immer häufigeren Einsatzes des TPS-1 und den damit verbundenen gestiegenen Produktionszahlen sowie der erhöhten Wirtschaftlichkeit haben sich Renesas und KW-Software weiterhin dazu entschlossen, den Preis für den TPS-1 erheblich zu senken: Der neue Referenzpreis in Europa wurde auf 10 Euro festgelegt festgesetzt; bis dato lag dieser bei rund 15 Euro.

Die IRT-Lösung von Innovasic und Molex

Ein größeres Stück vom 'Anschaltungs-Kuchen' abschneiden möchte sich künftig auch Innovasic – insbesondere beim Thema Profinet IRT (Isochronous Real-Time). Zur Messe gab der amerikanische Halbleiter-Hersteller mit Sitz in Albuquerque (New Mexiko) seine diesbezügliche Kooperation mit Molex bekannt: Demnach hat Innovasic in den vergangenen Monaten den Profinet-IRT-Stack aus dem Brad-Automation-Portfolio von Molex in seinen Multiprotokoll-Ethernet-Switch 'fido5000' integriert. Erste Muster der Lösung stellt Volker Goller, Field Application Manager Europe bei Innovasic, für Januar 2014 in Aussicht. Nach Zertifizierung der Lösung, mit der Goller im März rechnet, soll dann die Serienfertigung anlaufen.

Der Switch basiert auf der von Innovasic entwickelten Priority-Channel-Technologie, die sicherstellt, dass die Echtzeit-Nachrichten rechtzeitig abgearbeitet werden - unabhängig vom Protokoll und der Netzauslastung. Die zusammen mit Molex entwickelte Profinet-IRT-Lösung unterstützt Profinet Class B und Class C (IRT) in der Version 2.3 beziehungsweise Zykluszeiten bis zu 31.25 µs. Da der Multiprotokoll-Switch einen 2-Port-Switch mit einer leistungsfähigen Busschnittstelle verbindet, benötigt der gewählte Mikrocontroller keinen eigenen Ethernet-MAC mehr. Die 16-Bit oder 32-Bit breite Speicherschnittstelle erlaubt Datenraten von bis zu 167 Mbyte/s zwischen der CPU und dem Switch.

Auf die Frage, was die Lösung von Innovasic von denen der Mitbewerber unterscheidet, entgegnet Goller: "Wir haben die speziellen Hardware-Anforderungen von Profinet IRT in einen klassischen Ethernet-Switch integriert, der sich – im Gegensatz zu vielen Single-Chip-Lösungen – mit fast jedem Host-Controller kombinieren lässt." Auf dem Stand von Profinet International in Halle 6 (Stand 210), können sich die Besucher von der Leistungsfähigkeit der IRT-Lösung von Innovasic selbst ein Bild machen. Die Demo zeigt drei auf dem fido5000 basierende Knoten zwischen einer S7-1500-SPS und einer ET200S von Siemens. "Damit weisen wir die Synchronisation unserer Module nach“, erklärt Goller und betont: „Die ET200S würde nicht funktionieren, wenn unsere Module, die zwischen der S7 und der ET200S geschaltet sind, nicht sauber IRT betreiben würden."

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