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Artikel und Hintergründe zum Thema

5G

Ulrike Garlet | Davina Spohn,

Mobiler Datenverkehr vervierfacht sich

Der mobile Datenverkehr in Deutschland wächst schneller als die Geschwindigkeit der Mobilfunknetze. Damit gewinnt der Ausbau von 5G-Netzen an Bedeutung.

© Sergey Nivens - fotolia

Von 2017 bis 2022 wird sich der mobile Datenverkehr in Deutschland pro Einwohner von 1,2 auf 4,5 Gbit monatlich erhöhen – und damit um das Vierfache anwachsen. Die durchschnittliche Geschwindigkeit der Mobilfunknetze steigt in der gleichen Zeit allerdings nur um etwas mehr als das Dreifache – nämlich von 13,1 auf 46,3 Mbit. Das zeigt der aktuelle ‘Cisco Visual Mobile Networking Index’, der Vorhersagen und Trends für Mobilfunknetze liefert.

Verläuft der Aufbau von 5G-Netzen nach Plan, unterstützen sie im Jahr 2022 bereits 9,2 % aller mobilen Verbindungen. Gleichzeitig steigt der Anteil von 4G in Deutschland von 35,8 auf 61 %. Entsprechend sinkt 3G von 46,8 auf 3,4 % und 2G von 15,3 auf 2,5 %. Die Geschwindigkeit von 4G-Netzen erhöht sich von 27,1 auf 48,1 MBit/s, während 5G-Netze 181,2 MBit/s erreichen. Diese übertragen hierzulande in drei Jahren 27,3 % aller mobilen Daten und pro Verbindung 2,5-mal mehr als 4G-Netze.

Insgesamt beträgt der mobile Datenverkehr 2022 in Deutschland 4,4 Exabyte – Im Jahr 2017 waren es noch 1,2 Exabyte. Bundesbürger empfangen und senden dann über jedes persönliche Mobilgerät monatlich 2,6 GB, im Vergleich zu 0,8 GB im Jahr 2017. Inklusive M2M und LPWA wächst der mobile Traffic pro Verbindung von 0,7 auf 1,5 GB monatlich. Die Anzahl der Nutzer steigt in diesem Zeitraum nur leicht von 71 auf 72 Millionen, das entspricht 87 % der Bevölkerung im Jahr 2022. Damit ist die Sättigung weitgehend erreicht.

In drei Jahren wird über die Hälfte des gesamten IP-Traffics (51 %) per WLAN übertragen, 44 % über kabelgebundene Netze und 4 % mobil. Zum Vergleich: 2017 waren es 42 % per WLAN, 55 % kabelgebunden und 3 % mobil. Ohne die Offload-Möglichkeit zu WLAN würde der mobile Datenverkehr mit einer jährlichen Wachstumsrate von 41 % steigen, durch Offload sind es nur 30 %. Dabei wächst die Rate der Auslagerung von mobilem Datenverkehr zu WLAN von 67 auf 78 %. Die Anzahl der WLAN-Hotspots, inklusive Homespots, steigt zwischen 2017 und 2022 von sieben Millionen auf 27 Millionen und die durchschnittliche Geschwindigkeit der WLAN-Verbindung von 27,2 auf 53,7 MBit/s.

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Weltweite Ergebnisse

Weltweit werden mobile Netzwerke in drei Jahren erstmals fast ein Zettabyte (930 Exabyte) Daten übertragen. Der mobile Traffic wird dann knapp 20 % des globalen IP-Verkehrs ausmachen – bei mehr als 12 Milliarden mobilen Geräten und IoT-Verbindungen, im Vergleich zu 9 Milliarden im Jahr 2017.

Im Jahr 2017 gab es weltweit 5 Milliarden mobile Nutzer, 2022 werden es 5,5 Milliarden sein, das entspricht dann etwa 71 % der Weltbevölkerung. Die durchschnittliche globale Mobilfunk-Geschwindigkeit wird sich von 8,7 Mbit/s 2017 auf 28,5 Mbit/s im Jahr 2022 mehr als verdreifachen.

5G-Verbindungen werden in drei Jahren bei mehr als 422 Millionen 5G-Geräten und M2M-Verbindungen mehr als 3 % aller mobilen Verbindungen und fast 12 % des Mobil-Traffics ausmachen. Die durchschnittliche 5G-Verbindung wird 2022 etwa das Dreifache an Traffic (22 GB/Monat) erzeugen als die durchschnittliche 4G-Verbindung (8 GB/Monat).

Im Jahr 2022 wird über die Hälfte des gesamten IP-Traffics (51 %) per WLAN übertragen, 29 % über kabelgebundene Netze und 20 % mobil. 2017 waren es 43 % per WLAN, 48 % kabelgebunden und 9 % mobil. Die Anzahl der WLAN-Hotspots steigt weltweit von 124 Millionen (2017) auf 549 Millionen (2022).

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