6G-Entwicklung
Keysight und Ericsson testen Pre-6G
Keysight Technologies und Ericsson haben die Interoperabilität einer Pre-6G-Basisstation mit Geräteprototypen validiert. Zum Einsatz kam eine Analyseplattform zur Dekodierung und Auswertung von Funksignalen in realer Netzwerkinfrastruktur.
Keysight und Ericsson haben die Interoperabilität zwischen einer Pre-6G-Basisstation (gNB) von Ericsson und Prototypen von Pre-6G-Endgeräten geprüft. Grundlage waren Tests in einer realen Netzumgebung mit tatsächlicher Hardware. Eingesetzt wurde die WaveJudge Wireless Analyzer-Lösung von Keysight zur Dekodierung und Analyse der Signale auf Netzwerk- und Geräteseite.
Die Validierung zeigt, dass Interoperabilitätstests bereits in einer frühen Phase der 6G-Standardisierung unter realistischen Bedingungen möglich sind. Die Kooperation wird auf dem Mobile World Congress Barcelona 2026 vorgestellt.
Technische Grundlagen: cm-Wellen und 400 MHz Bandbreite
Im Fokus vorbereitender 6G-Systeme stehen neue Konzepte wie die Nutzung des Zentimeterwellen-Spektrums, Kanalbandbreiten von bis zu 400 MHz, Massive-MIMO-Architekturen und eine höhere Protokolleffizienz. Da frühe Implementierungen auf sich noch entwickelnde Spezifikationen treffen, entstehen Interpretationsspielräume bei Design und Umsetzung.
Interoperabilitätstests zwischen Basisstations- und Geräteprototypen gelten daher als komplex. Unterschiede in Implementierungen können Leistungsabweichungen oder Signalprobleme verursachen, deren Ursachen ohne detaillierte Analyse schwer zu identifizieren sind.
Analyse auf mehreren Protokollschichten
Die WaveJudge-Lösung fungiert als unabhängiges Analysewerkzeug zur mehrschichtigen Auswertung der Funksignale von gNB und UE. Sie identifiziert Abweichungen zwischen erwartetem und tatsächlichem Verhalten und liefert KPI-Daten zur Bewertung der Verbindungsleistung. Entwickler können damit neue 6G-Funktionen überprüfen und Leistungsgewinne quantifizieren.
David Bjore, Vice President und Head of RAN Software & Compute Platforms, Business Area Networks, Ericsson, sagte: „Die Erreichung der Interoperabilität ist ein wichtiger Meilenstein für unser 6G-Programm. Durch die Zusammenarbeit mit Keysight konnten wir Probleme effizienter lösen und tiefere Einblicke in die Leistung neuer 6G-Konzepte gewinnen.“










