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ZVEI Automation zur SPS Connect

Erholung für 2021 erwartet

25. November 2020, 09:02 Uhr   |  Andrea Gillhuber

Erholung für 2021 erwartet
© ZVEI

Roland Bent, Mitglied des Vorstands des ZVEI-Fachverbands Automation, während der Pressekonferenz zur SPS Connect.

Der ZVEI-Fachverband Automation ist sich sicher: Mit entscheidend für die Bewältigung der Corona-Krise ist, wie digital fit die Unternehmen sind. Für das kommende Jahr wird ein Aufschwung erwartet.

Mit 34,5 Milliarden Euro liegt der in Deutschland gemeldet Umsatz der Automation in den ersten neun Monaten 11 % hinter dem Vorjahreszeitraum. Keine Frage, die aktuelle Konjunktur der Automation ist weiterhin schwierig. Roland Bent, Mitglied des Vorstands des ZVEI-Fachverbands Automation und CTO von Phoenix Contact, betont jedoch, dass die preisbereinigte Produktion bereits Ende 2018 gegenüber den Vorjahreswerten ins Negative gedreht ist. Allerdings wurden strukturelle und konjunkturelle Themen in Deutschland durch die Corona-Pandemie nochmal verschlechtert. Positiv ist allerdings, dass Deutschland die Talsohle im Mai durchschritten hat. Roland Bent: »Auch wenn die aktuelle konjunkturelle Lage nur schwierig einzuschätzen ist und die Unsicherheit Pandemiebedingt hoch bleibt, rechnen wir für das nächste Jahr mit einer deutlichen Erholung.«

Europa stärkste Exportregion

Im Zuge der Corona-Pandemie sind die Exporte von Januar bis September 2020 um 11,4 % auf 30,8 Mrd. Euro gefallen. Während fast alle Abnehmerländer hier einen Rückgang im zweistelligen Bereich darstellen, sind die Exporte nach China in den ersten 9 Monaten um 5,2 % gewachsen.

ZVEI-Fachverband Automation - Grafiken

Produktion Automation in Deutschland
Deutsche Exporte Automation
Globaler Automationsmarkt

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Dennoch ist Europa nach wie vor stärkste Abnehmerregion. In Länder der Europäischen Union exportieren deutsche Automatisierer rund 45 % ihrer Waren, weitere 9 % gehen in die übrigen europäischen Länder.

In Hinblick auf den prozentualen Anteil am Weltmarkt tun sich fünf Handelsländer für Automation hervor: die USA mit 13 %, Deutschland mit 4 %, China mit 43 %, Japan mit 4 % und Südkorea mit 5 %. Insgesamt hat der Weltmarkt ein Volumen von 558 Milliarden Euro und ein Wachstum um durchschnittlich jährlich 4,6 Prozent seit 2000. »Für 2020 erwarten wir in der Prognose einen Rückgang von minus 3%. Aber: Schon im Jahr 2021 rechnen die Volkswirte hier wieder mit einer Erholung und der Fortschreibung des Wachstums. China ist in der Vergangenheit jährlich um fast 15% gewachsen, so dass sich jetzt auch durch die Pandemie der chinesische Markt weiter Richtung 50% des Weltmarktes nähert«, so Bent.

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2. Deutschlands Situation im Handelsstreit USA vs. China

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