Projekt 'DC-Industrie' - Teil 1DC statt AC im Produktionsnetz
Forschung und Industrie arbeiten mit Hochdruck daran, die Stromversorgung industrieller Anlagen über ein smartes, offenes Gleichstromnetz neu zu gestalten. Der Beitrag beschreibt die Herausforderungen des Projekts 'DC-Industrie' sowie die bisher erarbeitete Systemspezifikation.

Die Modellanlage KHS ist die erste Anlage des Projekts, deren Betrieb vollständig im Automatikmodus erfolgt. Sie beinhaltet über 30 Antriebe von 750 W bis 22 kW, die unter der Planung und Koordination von KHS in Worms in einen Paletten- und einen Behälter-Rundlauf integriert sind. Die Palettierung und Depalettierung übernehmen zwei Roboter, die die beiden Rundläufe koppeln; somit lässt sich ein kontinuierlicher Materialfluss betrachten. Annähernd alle Antriebs- und Komponentenhersteller des Projektes konnten eigene Versuchsmuster nach DC-Industrie-Systemspezifikation in die Anlage einbringen. Damit wird der offene Ansatz des Projekts nachgewiesen. Da die Anlage zuerst in konventioneller AC-Technik aufgebaut und danach auf DC-Industrie-Komponenten umgerüstet wurde, sind direkte Vergleiche der Energieverbräuche auswertbar. Weiterhin wurden EMV-Messungen der leitungsgeführten und gestrahlten Störaussendung im DC-System durchgeführt, um damit Referenzmessungen für zukünftige EMV-Standardisierungen bereitstellen zu können.
