Gebäude-/Infrastrukturautomation
Honeywell kauft Saia-Burgess
Der US-Konzern Honeywell will für einen Kaufpreis von 130 Mio. Dollar das im Schweizerischen Murten beheimatete Unternehmen Saia-Burgess Controls übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit dem bisherigen Eigner Johnson Electric mit Sitz in Hong Kong getroffen.
Saia-Burgess Controls entwickelt, produziert und vermarktet Steuerungs- und Regeltechnik für OEMs des Serienmaschinen- und Gerätebaus sowie für Systemintegratoren im Projektgeschäft der Infrastrukturautomation (Gebäude, Transport, Produktion, Wasser-, Energie-, Gaswirtschaft). Zu den Produkten des Unternehmens gehören neben Speicherprogrammierbaren Steuerungen und HMI-Panels auch Komponenten wie busfähige Stromzähler. Hervorgegangen ist Saia-Burgess Controls aus der im Jahr 1989 erfolgten Fusion der 1920 in Bern gegründeten SAIA AG (Société Anonyme des Interrupteurs Automatiques) und der 1935 in Hickley/Großbritannien gegründeten Burgess Products Ltd. 2005 wurde die Schweizer Firma schließlich an Johnson Electric aus Hongkong verkauft. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 (Stichtag 31. März 2012) belief sich auf rund 70 Mio. Euro.
Mit dem Kauf des über 300 Mitarbeiter zählenden Unternehmens will Honeywell seinen Bereich Gebäudeautomatisierung weiter stärken. Hierzu zählen bereits Marken wie Alerton, Centraline, Tren, Tridium, Novar Controls, Phoenix Controls, Inncomm und E-MON. Die Transaktion soll bis Januar 2013 abgeschlossen sein.
Jürgen Lauber, Geschäftsführer von Saia-Burgess Controls kommentiert den Eignerwechsel mit den Worten: "Von Johnson Electric haben wir die letzen sechs Jahre hinsichtlich japanischer 'Lean'-Produktionskultur sehr profitiert. Wir konnten das ganze Unternehmen darauf ausrichten und haben unser Werk völlig modernisiert. Bei der Erschließung von neuen Märkten kann uns die Johnson Electric jedoch nicht helfen, da sie in einem völlig anderen Geschäftsfeld arbeitet. Mit Honeywell ist das anders: Honeywell hat überall gute Strukturen und eine hohe Bekanntheit; dies müssten wir selbst erst noch langwierig und kostspielig aufbauen."
Kurzum: Lauber geht davon aus, dass Saia-Burgess unter dem Honeywell-Dach außerhalb der Region D/CH/A schneller wachsen wird, als bisher. In den deutschsprachigen Märkten selbst seien keine Änderung im Auftreten vorgesehen.










