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Artikel und Hintergründe zum Thema

Synapticon

Andrea Gillhuber,

Erster vollintegrierter Servomotor

Der smarte Servomotor ‚Actilink-S‘ von Synapticon ermöglicht Volllastbetrieb ohne Drosselung und vereinfacht Wartungen dank austauschbarer Elektronik. Im Interview erklärt Nikolai Ensslen, wie Actilink-S Effizienz und Sicherheit in der industriellen Anwendung verbessert.

Nikolai Ensslen, CEO und Co-Gründer von Synapticon. © Uwe Niklas/Pelemedia

Wie genau funktioniert die integrierte Antriebselektronik des ‚Actilink-S‘ und wie unterscheidet sie sich von bisherigen Lösungen in der dezentralen Antriebstechnik?

Die bisherigen dezentralen Motoren sind meist deutlich größer als Actilink-S und müssen gedrosselt werden. Der Actilink-S Servomotor kann dauerhaft unter Volllast genutzt werden, da keine bei integrierten Servomotoren übliche – als Derating bezeichnete – Drosselung der Antriebsleistung nötig ist.

Die Elektronik bei herkömmlichen dezentralen Motoren ist meist ebenfalls deutlich größer und nicht so leistungsfähig. Actilink hingegen weist ein ausgefeiltes thermisches Konzept und ausgereifte ressourcenschonende Software auf. Der Somanet Chip, bekannt aus Circulo und Node, ermöglicht die effizientere und smartere Motion Control.

Die Lösung beinhaltet integrierte Multiturn-Encoder ohne Batterie. Die Schraubmontage und der Austausch erfolgen innerhalb weniger Sekunden. Ebenso zeichnet sich Actilink durch erweiterte integrierte funktionale Sicherheit inklusive Safe Motion und Safe Fieldbus – in Kürze verfügbar – aus.

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Welche Vorteile bietet die austauschbare Antriebselektronik des Actilink-S in Bezug auf Wartung und Betriebssicherheit?

Durch die Schraubmontage und die Kompaktheit der Elektronik ist die Wartung extrem vereinfacht, innerhalb von zehn Sekunden lässt sich die Elektronik im Wartungsfall abnehmen. Egal ob anspruchsvolle Maschinen wie in der Verpackungs- oder Drucktechnik, der zerspanenden Bearbeitung, Halbleitermaschinen oder fahrerlose Transportsysteme – sie alle können zukünftig kompakter und einfacher konstruiert sowie wartungsärmer betrieben werden. Zur Betriebssicherheit trägt auch die 48-V-Technologie bei, was bedeutet, dass kein starker Strom fließt.

Wie wird im Actilink-S die funktionale Sicherheit technisch umgesetzt, insbesondere in Bezug auf die TÜV-zertifizierten ‚Safe Motion‘-Funktionen?

Alle Systeme von Synapticon werden unter anderem vom TÜV für verschiedene Standards der Functional Safety zertifiziert. Zum Marktstart von Actilink-S ist die STO/SBC-Variante – Safe Torque Off, Safe Brake Control – mit sicherer Antriebsabschaltung und sicherer Bremsansteuerung verfügbar, in Kürze kommen Safe Fieldbus- und Safe Motion-Funktionen hinzu.

Actilink-S wird – wie alle Produkte von Synapticon – auch dem SIL3 Ple-Standard entsprechend zertifiziert. Die Zertifizierung ist aktuell im Gange und die SIL3 Ple- Variante wird 2025 verfügbar sein. Wir können dabei auf die Somanet-Plattform aufsetzen, die im Circulo bereits diesem Standard entspricht und zertifiziert ist, und von unserem Know-how profitieren.

Wie gewährleistet die OBLAC Drive Tools Software eine einfache Inbetriebnah- me und Konfiguration des Actilink-S für Nutzer, die mit der Technologie von Synapticon noch keine Erfahrung haben?

OBLAC Drive Tools ist darauf ausgerichtet, die häufig komplizierte und langwierige Kommissionierung und Abstimmung von Mehr-Achs-Systemen so einfach und benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Alle Motoren werden über ein einziges Kabel angesteuert und eingerichtet, was auch die Systemkomplexität enorm verringert – Stichwort ‚Daisy-Chain‘. Das vereinfacht auch das Engineering in der Entwicklung. Seit neuestem läuft die OBLAC Drive Tools-Softwaresuite ebenfalls unter Windows, da dieses System im Maschinenbau häufiger verwendet wird als beispielsweise Linux, das im Robotik-Bereich wiederum häufiger vorkommt. OBLAC Drive Tools für Windows wird in Kürze veröffentlicht und kann kostenlos auf unserer Webseite heruntergeladen werden.

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