Endress+Hauser
Partnerprogramm für Systemintegration
Betreiber verfahrenstechnischer Anlagen sollen Geräte und Komponenten künftig einfacher in ihre Automatisierungssysteme integrieren können. Dazu hat Endress+Hauser das Partnerprogramm 'Open Integration' ins Leben gerufen.
Acht Unternehmen haben sich dem Programm bereits angeschlossen: Auma Riester, Hima Paul Hildebrandt, Honeywell Process Solutions, Mitsubishi Electric, Pepperl+Fuchs, Rockwell Automation, R. Stahl und Schneider Electric. 'Open Integration' soll die Kooperation zwischen Anbietern der industriellen Automatisierung und Feldbuskommunikation fördern. "Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir sicherstellen, dass sich eine relevante Auswahl an Produkten für gemeinsame Zielmärkte problemlos kombinieren und integrieren lässt", erklärt Michael Ziesemer, Chief Operating Officer von Endress+Hauser. Dies geschieht auf Grundlage von offenen Kommunikationsstandards wie HART, Profibus, Foundation Fieldbus, Ethernet/IP oder Profinet sowie offenen Integrationsstandards wie FDT, EDD oder FDI. Ziesemer betont: "Wir sind offen für weitere Kooperationspartner. Alle Marktteilnehmer, die auf offene Standards setzen, können sich dem Programm 'Open Integration' anschließen."
Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit sind sogenannte Referenz-Topologien, die die Kooperationspartner gemeinsam ausarbeiten. Jede Referenz-Topologie ist auf bestimmte Anwendungsbereiche der Kunden und die dort eingesetzten Technologien zur Feldkommunikation zugeschnitten. Abhängig von Branche und Markt werden typische Anforderungen wie beispielsweise Verfügbarkeit, Redundanz oder Explosionsschutz berücksichtigt und eine praxisrelevante Auswahl an Systemkomponenten und Feldgeräten getroffen. Genau diese Kombination wird dann getestet und dokumentiert, bevor sie als gemeinsame Empfehlung veröffentlicht wird. Kunden erhalten somit konkrete und erfolgreich validierte Vorschläge für die Automatisierung ihrer Anlage.
Die gemeinsame Validierung im Rahmen von 'Open Integration' gehe laut Endress+Hauser deutlich über die etablierten Konformitäts- und Interoperabilitätstests hinaus, die das Unternehmen seit Jahren mit allen relevanten Prozessleitsystemen durchführt. Während Konformitätstests Produkte gegen die relevanten Spezifikationen verifizieren und Interoperabilitätstests überprüfen, ob jeweils zwei Produkte das angestrebte Verhalten auch tatsächlich erreicht haben, validiert 'Open Integration' das Zusammenspiel aller Produkte einer Referenz-Topologie durch gemeinsame Integrationstests.
Offiziell vorgestellt wurde das Programm auf der SPS IPC Drives 2015.










