Turck

Inka Krischke,

Identifikation inklusive dank IO-Link

Quasi als 'Schweizer Taschenmesser' unter den Näherungssensoren bezeichnet Turck den nun auch mit IO-Link ausgestatteten induktiven Näherungsschalter 'uprox3'. Was dahinter steckt, verrät Oliver Marks, Leiter des Geschäftsbereichs Automation Products.

Oliver Marks: "Kunden können sich die Anschaffung eines kompletten ID-Systems sparen."

© Turck

Herr Marks, den am Markt bekannten Näherungssensor ‚uprox3‘ gibt es nun auch mit IO-Link – warum?

Marks:
Turck will Anwendern die Möglichkeit geben, alle im Sensor enthaltenen Informationen nutzen zu können, also zum Beispiel Temperaturwerte sowie Diagnose-Informationen, und zudem den 'Application Specific Tag' auszulesen, um den Sensor darüber zu identifizieren. Außerdem ist es bei speziellen Anwendungen möglich, Signale vorzuverarbeiten, um beispielsweise eine Drehzahlüberwachung einzurichten, eine Ausschaltverzögerung oder die Mindestlänge eines Impulses festzulegen. Anwender können sich dank IO-Link auch Sondertypen selbst parametrieren, indem sie etwa die Ausgangsart – also Schließer oder Öffner, p- oder n-schaltend – oder den Schaltabstand einstellen.

Welche Folgen hat das für Montage und Inbetriebnahme?

Marks:
Wenn alle Sondervarianten direkt in einem Gerät vorliegen, vereinfachen sich Beschaffung und Inbetriebnahme. Und da sich der Schaltabstand auch nachträglich festlegen lässt, wird die Montage leichter. Sondertypen und spezielle Schaltabstände können dann über den PC oder die Steuerung parametriert werden. Der Sensor kann aber natürlich auch einfach montiert und angeschlossen werden und schaltet gemäß seiner Werkseinstellungen.

Welche weiteren Vorteile haben Anwender?

Marks: Neben den Merkmalen der bisher bestehenden Sensorfamilie – wie etwa den weltweit höchsten Schaltabständen bei Faktor-1-Sensoren auch bei vollbündigem Einbau oder der Schweißfestigkeit – erhöhen Anwender durch die diversen Diagnose-Optionen des IO-Link-Sensors die Verfügbarkeit ihrer Maschine. Außerdem verringern sich Kosten für Beschaffung und Lagerhaltung, da ein uprox3-IO-Link-Sensor unzählige Sondertypen integriert.

Was hat es mit der bereits erwähnten Möglichkeit der Identifikation auf sich?

Marks:
Auch durch die integrierte Identifikation über den 'Application Specific Tag' des Sensors lassen sich Kosten senken. Anwender können sich bei Werkzeugwechsel-Applikationen die gesamte Beschaffung und Montage eines separaten Identifikationssystems sparen.

Und die Kosten der IO-Link-Variante im Vergleich zur bisherigen Lösung?

Marks: Die Listenpreise der IO-Link-Versionen liegen nur wenige Prozent über den "normalen" uprox3-Geräten. Die etwas höheren Komponentenkosten amortisieren sich aber schnell – insbesondere, wenn auf die Anschaffung eines kompletten ID-Systems oder teurer Sondertypen verzichtet werden kann.



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