Bachmann Electronic
Ein E/A-Modul für (fast) alles
Mit dem GIO212 hat Bachmann Electronic ein äußerst flexibles I/O-Modul konzipiert: Jeder der zwölf Kanäle ist als digitaler oder analoger Ein- beziehungsweise Ausgang konfigurierbar. Somit reicht künftig eine einzige Baugruppe für den Einsatz unterschiedlichster Sensoren und Aktoren.
Aufgrund der Verschiedenheit der im Maschinen- und Anlagenbau zu verarbeitenden Signale sind heute eine Vielzahl unterschiedlicher E/A-Baugruppen nötig. Werden nur wenige externe Signale eingebunden, beispielsweise bei kleinen Anlagen, gelingt deshalb den Worten von Gunnar Vogel zufolge, Produktmanager bei Bachmann Electronic, nur selten die optimale Auslegung der Automatisierung: "Die meisten Module sind mit deutlich weniger Signalen belegt, als ihrer eigentlichen Kapazität entspricht. Dies führt zu höheren Kosten, benötigt mehr Platz im Schaltschrank und erfordert aufgrund der Unterschiedlichkeit der Module eine umfangreiche Ersatzteilbewirtschaftung."
Mit dem neuen GIO212 will der österreichische Steuerungsanbieter dieses Dilemma lösen: Alle Kanäle des universellen I/O-Moduls sind wahlweise als analoge oder digitale Eingänge oder Ausgänge, als Zähler oder Eingang zur Temperatur- beziehungsweise Widerstandsmessung konfigurierbar. Je nach gewählter Funktion kann ein Kanal mit bis zu zwei Funktionen belegt werden (Mischmodus-Betrieb).
Auf die Frage, wie sich das neue I/O-Modul in das bestehenden E/A-Portfolio des Unternehmens einfügt, entgegnet Vogel: "Das GIO-Modul stellt eine interessante Alternative für zahlreiche Module spezieller Signalarten wie Temperatur, Spannung, oder Strom dar. Im Idealfall reduziert sich der Aufbau einer Steuerung auf zwei Modultypen: günstige digitale E/As und das GIO212, welches praktisch alle anderen Signalarten – bis hin zum Spezialsensor – abdeckt."
Besondere Überwachungsfunktionen, die ein Sensor oder Aktor bietet, werden einmal konfiguriert, in der Sensorbibliothek abgespeichert und sind somit zukünftig in allen Maschinen einheitlich einsetzbar. "So braucht nicht jeder Elektroplaner die Datenblätter der im Haus verwendeten Sensoren und Aktoren neu zu studieren", stellt der E/A-Fachmann fest und ergänzt: "Indem mittels der Sensorbibliothek nur noch das konfiguriert wird, was anzuschließen ist, sind alle Standardfälle mit einem Klick erledigt."
Damit nicht genug: Über die so genannte Sekundärfunktion wird Vogel zufolge "eine noch nie da gewesene Diagnose möglich". Sekundärfunktionen sind die Signalarten, die an einem Kanal frei geblieben und gleichzeitig verwendbar sind. So bleibt beispielsweise bei einem 20-mA-Stromeingang als Primärkanal der digitale Ausgang frei. "Das ist geradezu ideal, da mit dem digitalen Ausgang der Sensor versorgt werden kann", stellt Vogel den Nutzen heraus und ergänzt: "Dies ist ein einfacher Weg, die Versorgung zu überwachen; etwa dahingehend, ob ein Kurzschluss fest wird, im Bedarf abgeschaltet werden kann, der Leitungsquerschnitt wesentlich reduzierbar ist oder auch der Sensor direkt auf nur einen Stecker verdrahtet werden muss." Nicht zuletzt sind die sekundären Kanäle auch für weitere Sensoren und Aktoren verwendbar, um die verfügbare Kanalzahl zu verdoppeln – "bei gleichbleibenden Kosten", wie Vogel betont.
Konfiguriert und parametriert wird das GIO212 im Bachmann Solution Center. Hier werden die konfigurierten Kanaltypen des I/O-Moduls dargestellt, wobei zu jedem Kanal auch ein entsprechender Beschreibungstext definierbar ist. Als weitere Besonderheit kann der Anwender im Solution Center die angeschlossenen Sensoren mit Konfiguration, Anschlussschema und vollständigem Datenblatt hinterlegen. Damit sinkt der Konfigurationsaufwand bei Neuinstallationen; gleichzeitig ist sichergestellt, dass immer dieselben Einstellungen verwendet werden.










