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Artikel und Hintergründe zum Thema

K.A. Schmersal

Inka Krischke,

Sicherheit zum Anfassen

Schmersal zeigt, wie sich effiziente, Industrie-4.0-taugliche Sicherheitslösungen realisieren lassen – mit Hilfe einer virtuellen Fertigungsmaschine sowie neuen Sicherheitskomponenten, unter anderem auf Bluetooth-Basis.

Viele Sicherheitskomponenten von Schmersal sind neben ihrer Sicherheitsfunktion zu Datenlieferanten geworden – die virtuelle Fertigungsmaschine demonstriert, wie sich Kommunikationsprozesse innerhalb einer Maschinenstraße steuern lassen.

© Computer&AUTOMATION

Anhand einer virtuellen Fertigungsmaschine zeigt Schmersal, wie sich die Diagnosedaten und Statusinformationen verschiedener Sicherheitskomponenten über Installationssysteme wie etwa den ‚SD-Bus‘ oder die ‚Safety Fieldbox‘ an die übergeordnete Steuerungsebene kommunizieren lassen. Dazu findet sich am Messestand eine 5 m × 2 m große Displaywand, die eine real anmutende Maschinenstraße im 3D-Look darstellt. Messebesucher können über reale Produkte mit der Displaywand interagieren. Beispielsweise können sie über zwei Bedienstationen Produkte auswählen – je nach Auswahl verändern sie damit die Prozesse in der virtuellen Maschinenstraße. Auf diese Art und Weise soll möglichst anschaulich dargestellt werden, wie sich Kommunika­tionsprozesse innerhalb von – teils sehr komplexen – Fertigungsanlagen effizient steuern lassen. Gleichzeitig wird gezeigt, wie ­Sicherherheitsschaltgeräte mit diversen Funktionen bei minimalem Verdrahtungsaufwand vernetzt werden können, um die Signale gebündelt an eine Steuerung weiterzuleiten. 

Ein Novum bei Schmersal ist ein Sicherheitslichtgitter mit integrierter Bluetooth-Schnittstelle. Das ‚SLC440/COM‘ stellt dank des Bluetooth-BLE-Interface alle Status- und Diagnosedaten über den Betriebszustand des Geräts auf Smartphones oder Tablets in Echtzeit zur Verfügung. Auch die Inbetriebnahme ist durch die integrierte Einrichthilfe per Smartphone oder Tablet einfach möglich. Zudem bietet das Gerät die Möglichkeit der Speicherung von Daten, die so beispielsweise auch für Dokumentationszwecke bei wiederkehrenden Prüfungen und im Sinne von Predictive Maintenance genutzt werden können.

Die Kommunikation der Daten an Smartphones oder Tablets (Android, IOS) erfolgt über eine von Schmersal entwickelte App. Hervorzuheben ist gemäß Firmenangaben die für optoelektronische Sicherheitssysteme große Reichweite bei der Datenkommunikation: Bisher sind auf dem Markt lediglich Diagnose-Tools verfügbar, die auf der NFC-Technologie basieren. Doch während NFC-Tools nur eine Reichweite von wenigen Zentimetern bieten, erzielt die Bluetooth-BLE-Schnittstelle mit bis zu 5 m eine hundertfach höhere Reichweite und bietet sich daher insbesondere dann an, wenn sich das optoelektronische Sicherheitssystem an einer relativ unzugänglichen Stelle befindet. Darüber hinaus ermöglicht Bluetooth BLE mehr Einsatzmöglichkeiten, da die meisten Smartphones oder Tablets über Bluetooth verfügen, aber nicht alle über NFC. Und last but not least ist die Lichtgitter-Serie weltweit einsetzbar, da Bluetooth internationaler Industriestandard ist. 

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