Schneider Electric / Alstom
Konzerne verhandeln über Areva-T&D-Akquisition
Der Vorstand des französischen Energie-Konzerns Areva hat angekündigt, exklusive Verhandlungen über den Verkauf des Geschäftsbereiches Areva T&D führen zu wollen: Schneider Electric hat Interesse an der Energieverteilungs-Sparte (Distribution), Alstom am Bereich Energieübertragung (Transmission).
Laut Schneider Electric würde Areva Distribution eine perfekte Ergänzung der eigenen Mittelspannungs-Aktivitäten darstellen und dem Unternehmen mehr Gewicht auf dem Weltmarkt der Mittelspannungs-Energieverteilung verleihen. Die geografische Verteilung passe zudem hervorragend zur Präsenz von Schneider Electric in den „Neuen Industrienationen" (China, Indien, etc.). Weiterhin will Schneider durch die geplante Akquisition von einer stärkeren Präsenz bei Energieversorgungs-Unternehmen sowie von einer breiteren Angebotspalette bei Kunden mit hohem elektrotechnischem Bedarf profitieren. Nicht zuletzt versprechen sich die Franzosen davon ein signifikant verbessertes Entwicklungspotenzial beim intelligenten Stromnetz.
Areva Distribution hat im Jahr 2008 einen Umsatz von etwa 1,7 Mrd. Euro erzielt. Davon wurde nahezu die Hälfte in den neuen Industrienationen erwirtschaftet. Durch die Kombination mit dem Mittelspannungsgeschäft von Schneider Electric soll ein neues Geschäftsfeld „Energie" mit etwa 4,6 Mrd. Euro Geschäftsvolumen, über 80 Fertigungsstandorte und mit rund 22.000 Mitarbeitern entstehen.
Die geplante Akquisition bedarf der Zustimmung verschiedener Gremien, insbesondere der Kartellbehörden. Stimmen diese zu, werden Schneider Electric und Alstom ein Angebot zur Übernahme der Aktien von Areva T&D durch eine gemeinsame Übernahme-Gesellschaft abgeben, von der die Aktivitäten nach und nach an Alstom und Schneider Electric übertragen werden. Schneider Electrc erwartet, dass sich die ausschließlich aus eigenen Mitteln finanzierte Übernahme von Areva Distribution innerhalb von drei Jahren amortisiert.









