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Artikel und Hintergründe zum Thema

Pilz

Inka Krischke,

Die Jubiläums-Steuerung

Vor 20 Jahren stellte Pilz die Kleinsteuerung ‚PNOZmulti‘ vor: ‚Verdrahten mit der Maus‘ war damals eine wegweisende Neuerung. Was hat sich seitdem getan? Lilli Fuchs, als International Marketing Managerin bei Pilz für ‚ihr‘ Produkt verantwortlich, steht Rede und Antwort.

Lilli Fuchs: »20 Jahre nach ihrer Markteinführung ist unsere konfigurierbare Sicherheitssteuerung - ohne zu übertreiben - zu einem weltweiten Standard für die Sicherheit geworden.«

© Pilz

Frau Fuchs, was war das Besondere an der ersten ‚PNOZmulti‘?

Lilli Fuchs: Weltweit neu war 2002 die Möglichkeit, die Sicherheitsschaltung ganz einfach über eine grafische Benutzeroberfläche zu erstellen, nur über Drag-und-drop. Kenntnisse einer ‚höheren‘ Programmiersprache waren dazu nicht notwendig. Das Ganze lief sozusagen unter dem Motto ‚Verdrahten mit der Maus‘. Mit diesem neuartigen Sicherheitssystem war es möglich, mit einem Gerät gleich mehrere Sicherheitsfunktionen zu überwachen. Zuvor musste entweder fest verdrahtet werden und ein Sicherheitsschaltgerät überwachte gerade mal eine Sicherheitsfunktion. Oder aber der Anwender hatte eine programmierbare Sicherheitssteuerung, musste dafür aber die Programmiersprache kennen.

Wie war im Jahr 2002 die Resonanz am Markt?

Die Handhabung beziehungsweise Anwenderfreundlichkeit und die damit
ver­bundene Wirtschaftlichkeit bei PNOZmulti waren schon damals starke ­Argumente: In der Regel mussten Ingenieure die Sicherheitsschaltung programmieren, Elektriker konnten Sicherheitsschaltgeräte verdrahten. Bei PNOZmulti konnten nun auch Elektriker beziehungsweise Elektrokonstrukteure den Software-Part übernehmen, weil bei unserer ­Kleinsteuerung die Handhabung einfach wie bei einem Sicherheitsrelais, gleichzeitig aber flexibel wie bei einer Steuerung ist. Wesentlichen Anteil am Erfolg hat also das Softwaretool, der PNOZmulti Con­figurator. Zusammengefasst gesagt: Unser konfigurierbares Sicherheitsschaltgerät schloss die Lücke zwischen hartver­drahteten Sicherheitsschaltgeräten und frei programmierbaren Sicherheits­steuerungen.

Wie ging die Reise dann weiter?

2009 brachte Pilz eine zweite, ‚schlankere‘ Generation PNOZmulti auf den Markt: Das ‚klassische‘ Basisgerät mit 135 mm wurde auf schmale 45 mm Baubreite komprimiert, bei gleichem Funktionsumfang und mit Display. Auch die Diagnose für kurze Maschinen-Stillstandszeiten war und ist für Anwender wichtig, ebenso die Möglichkeit des Anschlusses an zahlreiche Automatisierungsumgebungen und Kommunikationssysteme. Dass Anwender nur ein System von der Planung bis zur Wartung einsetzen mussten, trug maßgeblich zum Erfolg bei.

Welche Entwicklung hat sich seitdem vollzogen und wo stehen wir heute beim Thema Sicherheitssteuerung?

Das neueste Standalone-Basisgerät ­‚PNOZ m C0‘ ist jetzt sogar nur noch 22,5 mm breit. Es eignet sich insbesondere für kleine Maschinen, weil es über acht sichere Eingänge und vier sichere Halbleiterausgänge verfügt. Damit kann es bis zu vier Sicherheitsfunktionen bis PL e beziehungsweise SIL CL 3 überwachen. Diese Gerätegeneration kann aber noch mehr: Sie wächst mit den Sicherheitsanforderungen mit, weil eine Migration auf die modular erweiterbaren Basisgeräte möglich ist!
Und wenn wir auf die geplante Maschinenverordnung schauen, die als Nachfolger der Maschinenrichtlinie auch Anforderungen an die Security von Geräten stellt, dann ist dies wiederum keine Herausforderung für unsere Sicherheitssteuerung PNOZmulti 2, denn sie ist jetzt auch secure unterwegs. Die Daten auf dem PNOZ m C0 sind vor ungewolltem Zugriff durch einen so genannten Security Key geschützt. Und darüber hinaus sorgt PNOZmulti 2 sozusagen als Türwächter für den securen Zugang zur Maschine: in Verbindung mit den Ausleseeinheiten PITreader mit RFID-Technologie. Und last but not least: Alle unsere PNOZmulti 2-Geräte sind nach den aktuellen Normen wie der EN IEC 62061 oder der EN ISO 13849-1 zertifiziert. Und natürlich entwickeln wir die PNOZmulti-Familie auch in der Zukunft weiter und passen die Produkte an die sich ändernden Anforderungen des Marktes an.

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