Funktionale Sicherheit

Günter Herkommer,

Altera kündigt TÜV-qualifizierte Safety-Lösung für FPGAs an

In Abstimmung mit dem TÜV Rheinland hat der Halbleiterhersteller Altera einen Satz von Entwicklungstools, einschließlich Sicherheits-Manuals und IP-Cores für Safety-Funktionen entwickelt. Gerätehersteller sollen damit in die Lage versetzt werden, die Entwicklungszeit und Systemkosten für sicherheitsrelevante Komponenten signifikant zu reduzieren.

Zain Cantel, Director World Wide Market Development bei Altera: „Wir sind der erste Halbleiter-Hersteller, der sich um die Funktionale Sicherheit kümmert“.

Aufgrund der strikten Sicherheitsvorschriften in der neuen Maschinenrichtlinie müssen Hersteller von Automatisierungsgeräten und- einrichtungen ihre sicherheitskritischen Designs gemäß den Standards ISO 13849 und IEC 62061 ausführen. Beide Standards basieren auf dem allgemeineren Standard IEC 61508, der die Anforderungen für die Entwicklung von Safety-Produkten mit FPGAs definiert.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, müssen Entwickler der sicherheitsrelevanten Systeme die Software, alle Komponenten und die verwendeten Tools verifizieren. „Dieser zeitraubende Prozess kann die Entwicklungszeit um bis zu zwei Jahre verlängern", so Frank Förster, Market Developement Manager Industrial bei Altera, anlässlich der Ankündigung des neuen Safety-Paketes auf der embedded world 2010.

Frank Förster, Market Development Manager Industrial bei Altera: „Bei der Safety-Lösung haben wir die Hausaufgaben erledigt, die sonst typischerweise der Designer einer Automatisierungs-komponente machen muss.“

Mit dem Sicherheits-Paket, das Safety-Manuals mit Informationen über die vom TÜV validierten Altera FPGAs, Standard-IP-Cores und Standard-Entwicklungstools enthält, will Altera seinen Kunden helfen, die Entwicklungszeiten drastisch zu reduzieren. Darüber hinaus enthält das Sicherheits-Datenpaket Safety-IP-Cores für die Systemdiagnose zur Gewährleistung der Systemintegrität entsprechend IEC 61508.

Damit können alle Altera FPGAs und CPLD, die von der Design-Software Quartus II Version 9.0 SP2 unterstützt werden, als vom TÜV Rheinland vorqualifiziert betrachtet werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Altera und dem TÜV Rheinland resultiert in einem Verifizierungs-/Validierungs-Fluss (V-Flow), der die komplette Tool-Kette von Altera für die Entwicklung von VHDL- und C-Code sowie die Simulation und Verifizierung umfasst.

Typische Anwendungsbeispiele für das Safety-Paket sind Servo- und Inverter-Antriebe, Sicherheitskomponenten oder Steuerungen. Verfügbar soll die Lösung Anfang des zweiten Quartals 2010 sein. Die Kosten hierfür liegen laut Förster bei einmalig rund 10 000 US-Dollar.

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