Robotikindustrie
Zurück auf dem Wachstumspfad
Die Verkäufe von Industrierobotern schnellten im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr um über 50 Prozent in die Höhe. Wie dieser Sprung in das Gesamtbild der internationalen Robotik passt, erläuterte das IFR Statistical Department anlässlich der Automatica.
Die Stückzahlverkäufe sanken 2009 auf 62.100 Industrieroboter und lagen damit um rund 45 Prozent niedriger als 2008 (113.000 Stück). Åke Lindqvist, Präsident des IFR (International Federation of Robotics) kommentiert den starken Anstieg im 1. Quartals 2010 deshalb als „Beginn einer Erholung, die bis 2013 wieder zu jährlichen, weltweiten Verkäufen von annährend 100.000 Industrierobotern führen kann."
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise traf die Robotikindustrie 2009 hart. In allen Regionen stürzten die Roboterverkäufe im Vergleich zu 2008 zwischen 41 Prozent und 48 Prozent ein. Besonders die drei größten Robotermärkte waren stark betroffen. Japan verzeichnete ein Minus von 57 Prozent im Vergleich zu 2008. Rund 14.000 Industrieroboter wurden verkauft, weniger als die Hälfte der durchschnittlichen Jahresverkäufe zwischen 2005 und 2008 (etwa 37.000 Stück). Deutschland und Nordamerika fielen um 44 Prozent beziehungsweise 48 Prozent.
Selbst die Wachstumsmärkte für Robotik gingen zurück. China, der am schnellsten wachsende Markt bis 2008, kaufte 31 Prozent weniger Roboter als 2008. Auch die Roboterlieferungen in die ASEAN-Staaten, nach Indien, Brasilien, Mittel- und Osteuropa und Brasilien verzeichneten ein Minus.










