VDW
Werkzeugmaschinenbau glänzt mit Rekordwerten
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie meldet sich mit Rekordwerten für 2011 zurück. Das Selbstvertrauen der Branche spiegelt auch die Prognose für 2012 des VDW-Vorsitzenden (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) Martin Kapp wider.
Martin Kapp, VDW-Vorsitzender: „Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie bewegt sich bei allen Kennzahlen auf hohem Niveau. Allein deshalb wird sich das Wachstum im laufenden Jahr beruhigen.“
Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Werkzeugmaschinenbauer 13,1 Milliarden Euro Umsatz. „Mit 33 Prozent ist das der höchste Zuwachs, der je erreicht wurde“, betonte Martin Kapp anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt am Main. Im gleichen Umfang (33 Prozent) stiegen die Exporte auf 8,1 Milliarden Euro. Der Binnenmarkt wuchs mit 38 Prozent sogar überdurchschnittlich.
Der mit Abstand wichtigste Markt ist und bleibt China, der nach fast 40 Prozent Zuwachs auf über 2 Milliarden Euro inzwischen mehr als dreimal so groß ist wie die USA als Nummer 2. Dabei legte Nord-Amerika ein Wachstum von über 70 Prozent hin. „Vor allem die Automobilindustrie setzt auf Fertigungstechnik Made in Germany“, erklärt Kapp.
Die Importe zogen um 43 Prozent an. Bis auf wenige Ausnahmen konnten alle Lieferländer ihre Ausfuhren nach Deutschland steigern, zum großen Teil zweistellig. An der Spitze lagen traditionell die Schweiz und Japan.
Mit rund 94 Prozent waren die Kapazitäten 2011 voll ausgelastet. Der Auftragsbestand reicht mit zuletzt 9,5 Monaten im Oktober 2011 weit in das laufende Jahr hinein. Das Ergebnis gehört zu den historischen Spitzenwerten. „Trotz der hohen Kapazitätsauslastung schmilzt der Auftragsbestand kaum ab“, betont Kapp, und bietet ein gutes Polster für das laufende Jahr.“ Insgesamt stieg der Auftragseingang um 45 Prozent.

VDW Jahreszahlen 2011
Nachfrage beruhigt sich
Auf Basis der hohen Werte von Auftragseingang, Auftragsbestand und Kapazitätsauslastung erwartet der VDW für 2012 für die deutsche Werkzeugmaschinenproduktion einen Umsatzanstieg von weiteren 5 Prozent. Gestützt wird die Prognose durch makroökonomische Frühindikatoren: Die Analysten von Oxford Economics schätzen den Zuwachs für die Weltwirtschaft in 2012 auf 2,5 Prozent. Noch stärker wachsen die Industrieproduktion und damit verbunden vor allem die Investitionen der wichtigen Abnehmerbranchen für die Werkzeugmaschinenindustrie. Dazu Kapp: „Die verfügbaren Daten lassen einen Abbruch der internationalen Investitionstätigkeit unter derzeit gegebenen Umständen nicht erwarten. Zugpferd bleibt nach wie vor Asien mit Thailand, China, Taiwan, Japan und Indien als Vorreiter. In Deutschland signalisiert der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft, die wichtigen Abnehmerbranchen der Werkzeugmaschinenindustrie und für die Branche selbst steigende Zuversicht.











