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Artikel und Hintergründe zum Thema

Robotik + Automation

Günter Herkommer,

VDMA - Roboter kurbeln Wirtschaft an

Nach den Zahlen des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation hat die Branche in Deutschland im vergangenen Jahr mit einer Umsatzsteigerung von neun Prozent auf 11,4 Mrd. Euro ein neues Rekordergebnis erzielt. Die Prognose für 2015: Plus fünf Prozent.

Die deutsche Automobilindustrie ist mit Abstand die größte Kundenbranche für die Robotik. Der Bestand stieg hier von 2010 bis 2014 um 15 Prozent auf 92.000 Einheiten.

© Audi

"Der Einsatz von Robotik und Automation bietet bedeutende Chancen für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, wertige und ergonomische Arbeitsplätze sowie sichere und erschwingliche Produkte", betonte Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation am 11. Juni 2015 auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main. Sorgen vor einer Zukunft, in der Roboter Menschen die Arbeitsplätze wegnehmen, seien unbegründet. Was die konkrete wirtschaftliche Entwicklung in diesem Jahr betrifft prognostizierte Hans-Dieter Baumtrog, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Robotik + Automation: "Die Aussichten stehen gut, dass wir bis zum Jahresende die Marke von 12 Mrd. Euro Branchenumsatz erreichen". In den ersten vier Monaten 2015 lag der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent höher. Nachfrage kam vor allem aus dem Ausland. Schon 2014 hatten die Exporte einen Anteil von 55 Prozent erreicht. Größter Absatzmarkt ist China. Dort wird zunehmend in Automatisierungstechnik investiert, um künftig in technologisch anspruchsvolle Märkte vordringen zu können.

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Roboter-Studie der ING-DiBa unbrauchbar

Mit ihrer Studie "Die Roboter kommen – Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt" hat die Bank ING-DiBa im April 2015 für viel Aufregung gesorgt. Der Studie zufolge werden durch die fortschreitende Automatisierung über kurz oder lang 59 Prozent der untersuchten Arbeitsplätze in Deutschland bedroht. Das wären 18 Millionen Arbeitsplätze. Die Chancen des Robotereinsatzes für neue Berufe und Beschäftigungsverhältnisse werden hingegen nicht quantifiziert. Stattdessen führe die wirklichkeitsferne Technologieeinschätzung laut dem VDMA zu einer Verzerrung der Realität. Demnach würden künftig 1,9 Mio. Büro- und Sekretariatskräfte robotisiert, gerade einmal 250.000 Stellen blieben erhalten. "Aus unserer Sicht ist das in keiner Weise belegbar", so Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation. Das Bundesarbeitsministerium habe das Automatisierungspotenzial überprüft, aber nicht nach Berufen, sondern nach Tätigkeiten. Heraus kam, dass nur etwa zwölf Prozent aller Arbeitsplätze ein Profil mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit haben.

Die im Februar 2015 erschienene Studie "Robots at Work" untersucht die Auswirkungen von zunehmender Automation auf die wirtschaftliche Entwicklung von 17 Ländern. Die Wissenschaftler Georg Graetz von der Universität Uppsala und Guy Michaels von der London School of Economics kommen darin Schwarzkopf zufolge aber zu einem ganz anderen Schluss. Im Schnitt gingen gut zehn Prozent der Steigerung des Bruttoinlandsprodukts und 15 Prozent der Produktivitätsgewinne auf den vermehrten Robotereinsatz zurück. Dagegen stellten die Experten keinen Rückgang der Beschäftigung fest, wohl aber einen Anstieg der Löhne. "Das lässt den Schluss zu, dass der technische Fortschritt menschliche Arbeit aufgewertet hat", so Schwarzkopf.

Schon 2013 hatte der internationale Roboterverband IFR in seiner Studie "Positive Impact of Robots on Employment" herausgefunden, dass pro installiertem Roboter drei bis fünf neue Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe geschaffen werden.

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