Alternative Antriebstechnik

Stefan Kuppinger,

Triple-Hybrid-Konzept ausgezeichnet

Die "Innovationsvereinigung der Deutschen Wirtschaft" (IDWI) prämiert das Hybrid-Antriebskonzept der Proton Motor Fuel Cell GmbH (PM) mit dem "Zukunftspreis Alternative Antriebstechnologien 2010".

Das ausgezeichnete Antriebskonzept auf Basis von Brennstoffzellen, Batterien und Kondensatoren spart in Linienbussen bis zu 50 % an Energie.

Den Zukunftspreis erhält PM für ihren Triple-Hybrid-Antrieb - eine Kombination aus Brennstoffzelle, Batterien und Ultracaps (Doppelschicht-Kondensatoren mit hoher Speicherkapazität). Daher kommt der Antriebsstrang im Gegensatz zu gängigen Hybridantrieben komplett ohne Verbrennungsmotor aus. Die entstehende Bremsenergie der Elektroantriebe wird gespeichert und ermöglicht so eine Energieeinsparung von über 50 Prozent gegenüber konventionellen Diesel-Bussen. Aktuell beginnt die Erprobungsphase in einem Stadtbus.

Der „TriHy-Bus" ist eine Kooperation zwischen dem tschechischen Nutzfahrzeughersteller Skoda Electric, dem tschechischen Nuclear Research Institute (UJV) und der Münchner Proton Motor Fuel Cell. Skoda zeichnet bei dem Projekt für das Fahrzeug einschließlich des elektrischen Antriebs und die Systemintegration verantwortlich. Die Projektkoordination übernahm UJV. Proton Motor lieferte den weltweit ersten Triple-Hybrid-Brennstoffzellenantrieb. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Puchheim bei München entwickelt Brennstoffzellen- und Hybridsysteme und stellt diese her. Der Fokus liegt dabei auf Back-to-Base-Anwendungen, beispielsweise für Gabelstapler oder Stadtbusse sowie auf stationären Lösungen.

Die steigenden Energiekosten und die Endlichkeit fossiler Brennstoffe erfordern in den nächsten Jahren alternative technische Lösungen für die Antriebstechnik von Fahrzeugen. Gerade für den Wirtschaftsraum Deutschland ist es entscheidend, neue Technologien, wie elektrische Antriebe in der Automobilindustrie, und neue Speichersysteme zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Die bisherigen Versuche, alternative Antriebstechniken im Markt einzuführen, scheiterten oft an der mangelnden Vernetzung unterschiedlicher Branchen.

Ziel des IDWI-Preises ist es, zukunftsträchtige Ideen und Projekte zu fördern und den direkten Draht zu den führenden Produzenten Deutschlands herzustellen. So kann gewährleistet werden, dass eine Umsetzung der Innovationen zügig erfolgt. Langfristiges Ziel des IDWI ist, die Innovationskultur in der privaten und öffentlichen Wirtschaft zu fördern - mit Veranstaltungen, branchenübergreifenden Arbeitskreisen und der Vergabe des Innovationspreises.

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